Ein Quader voll Technik

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Quader mit roter Ziegelfassade: der neue Erweiterungsbau des Mediencampus Hamburg/Finkenau Foto: Hanke
 
HAW-Präsidentin Jacqueline Otten (l.), Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt und Bürgemeister Olaf Scholz nahmen symbolisch einen goldenen Schlüssel entgegen Foto: Hanke

24-Millionen-Euro-Bau des Mediencampus bietet Labore und Studios

Barmbek/Uhlenhorst Der Mediencampus Hamburg/Finkenau hat eine beachtliche Erweiterung erfahren. In respektvollem Abstand zum alten Schumacher-Bau an der Finkenau, dem Gebäude der früheren Frauenklinik, wurde jetzt ein aus Quaderformen bestehender Neubau eingeweiht, der mit seiner dunkelroten Ziegelfassade in Beziehung zum Backstein des Altbaus steht.
Architekt Professor Eckhard Gerber sieht den Neubau als Weiterführung und Verknüpfung zu dem Altbau von Fritz Schumacher, der so mit dem neuen Gebäude eine bauliche Einheit bildet.

Kosten: 23,9 Millionen Euro


Das vierstöckige Gebäude mit 3.600 Quadratmetern Nutzfläche hat 23,9 Millionen Euro gekostet. Es beinhaltet Labore für Studierende des Departments Medientechnik und Design der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), einem der Hauptnutzer des Mediencampus.
Ton-Studio, Virtuelles Studio, Video-Labor, Labor zeitbezogene Medien, Labor Interaction Design steht auf den Hinweisschildern. Dazu gibt es eine Fachbibliothek für Design, Medien und Information sowie eine Mensa und eine Cafeteria, beides betrieben vom Studierendenwerk Hamburg. Die Terrasse der Cafeteria liegt an der Uferstraße mit Blick auf den Eilbekkanal. „Für Hamburg ist der Mediencampus mehr als ein Vorzeigeprojekt von internationalem Renommee. Er ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die mediale Zukunft der Stadt“, sagte Bürgermeister Olaf Scholz bei der Eröffnung.
Jacqueline Otten, die Präsidentin der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, betonte die Bedeutung der neuen Hightech-Labore: „Die Forschung gewinnt mit den passenden Laboren und Arbeitsflächen neue Möglichkeiten, disziplinübergreifend die Themen der Zukunft zu behandeln.“
Auch die Verbesserung der Infrastruktur der HAW durch Bibliothek, Mensa und Cafeteria betonte Otten: „Dies sind wichtige Orte für den persönlichen Austausch und für die fachliche Begegnung – für Studierende, für Kolleginnen und Kollegen sowie für die Gäste und Partner unserer Hochschule. Für mich ist der Neubau deshalb auch ein Ort der Begegnung und ein weiterer Beitrag für den Mediencampus als Impulsgeber und Inkubator“, betonte Otten. Auch wegen eines neuen Veranstaltungssaales in dem Erweiterungsbau, der noch nicht fertiggestellt ist. Damit werden Wünsche der Studierenden erfüllt, die sich laut einer Umfrage der HAW vor allem eine räumliche Verbesserung des Hochschul-Campus wünschen, „um die Gemeinschaft HAW zu stärken“, so Jacqueline Otten.

Scholz: „Lesen und Reden“


Olaf Scholz und Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt konnten sich auf einem Rundgang durch das neue Gebäude von den faszinierenden Möglichkeiten überzeugen, die die neuen Labore und Studios bieten.
Der Bürgermeister durfte überall die technischen Innovationen meist virtueller Welten an Bildschirmen, Leinwänden und Lichtern ausprobieren, was ihn sichtlich beeindruckte, aber oft auch amüsierte oder einfach Spaß machte.
In der neuen Bibliothek mit Leseecken, Lernraum und Chill-Zone durfte er sich etwas wünschen, was gleich mit Kamera festgehalten wurde. „Lesen und Reden“ stand auf dem Wunschzettel. „Lesen und Reflketieren“ wünschte sich Dorothee Stapelfeldt und Jacqueline Otten entschied sich für „Begegnung und Erkenntnisse“. Studierende finden hier, so die Presseankündigung „digitale Fachinformationen bis hin zum gedruckten Buch“. Kaum zu glauben, aber letzteres gibt es dort auch noch. (ch)
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