Ein Wappen für Steilshoop

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Steilshoop hat jetzt eine eigen Facebook-Seite. Besonders beliebt bei den usern sind alte Fotos aus dem Stadtteil

Engagierte im Stadtteil stoßen Idee und Facebook-Seite an

Von Michael Hertel
Steilshoop „Es wird Zeit, dass der Stadtteil ein eigenes Wappen bekommt“, meint der Steilshooper SPD-Chef Carsten Heeder (41) und ist schon mal in Vorleistung getreten. Im Internet werden gleich zwei mögliche Versionen gezeigt: ein frecher und ein eher seriöser Entwurf.

„Bisher mussten wir uns immer mit irgendwelchen Logos oder dem Bramfelder Wappen behelfen, denn Steilshoop gehört ja zu Bramfeld. Aber in Steilshoop wohnen 20.000 Menschen. Es gibt viel kleinere Orte mit eigenem Wappen“, begründet Heeder seinen Vorstoß. Auf der neuen Facebook-Seite, die Heeder zusammen mit dem Kunsthistoriker und Reisekaufmann Bernhard Lang (55) betreibt, hat der Steilshooper SPD-Vorsitzende zwei Entwürfe veröffentlicht und um die Meinung der Besucher gebeten. Beiden Entwürfen gemeinsam ist der stolze Reiher als Wappenvogel vom Bramfelder See sowie die Embleme des Bezirks Wandsbek und des Stadtteils Bramfeld. Als weitere Elemente schmücken den ersten – nicht ganz ernst gemeinten – Vorschlag ein Einkaufswagen und ein Rollator. „Zum Einkaufswagen fällt mir ein, dass solche ja immer mal wieder aus dem Bramfelder See gefischt werden. Und der Rollator steht für unsere große Senioren-Fraktion“, interpretiert Lang lächelnd. Im zweiten Entwurf sind Einkaufswagen und Rollator durch einen Anker und einen Fußball ersetzt. „Der Anker steht für Internationalität und Heimatverbundenheit der Steilshooper, und der Fußball soll unsere Sportlichkeit und Gemeinschaft im Stadtteil symbolisieren“, erklärt Schöpfer Heeder. Der SPD-Mann versteht die Entwürfe aber lediglich als erste Anregungen: „Vielleicht sollten wir einen Wettbewerb ausloben, damit noch mehr Kreative ihre Ideen einbringen.“

Eigene Facebook-Seite

Fortsetzung der Diskussion auf der Steilshooper Facebook-Seite www.facebook.com/steilshoop, einer Gemeinschaftsproduktion von Heeder und Lang. Letzterer wohnt seit vier Jahren am Edwin-Scharff-Ring, veranstaltet auch Führungen durch Steilshoop und andere Stadtteile. „Carsten hat die Seite eingerichtet, aber wegen der Politik wenig Zeit, sich darum zu kümmern“, erklärt Lang seinen Einstieg. Inzwischen ist die Seite so bunt wie der Stadtteil selbst: Historisches – alte Zeitungsartikel und Fotos von einst und jetzt, Bauaktivitäten, Diskussionsforen, Kunst und Kultur im Stadtteil sowie ein Veranstaltungskalender stehen im Mittelpunkt. Nur eins ist verpönt: Parteipolitik. „Ich bemühe mich echt um Neutralität“, versichert Heeder. Und die Steilshooper nehmen diesen erst wenige Wochen alten Service zunehmend in Anspruch.
„Abhängig vom Thema hatten wir schon jeweils einige tausend Klicks und inzwischen mehr als 1000 Abonnenten“, freut sich Lang über die wachsende Attraktivität der Seite. Besonders beliebt scheinen alte Fotos aus den Anfangsjahren der Neubausiedlung zu sein. Deshalb die Bitte der Facebook-Aktivisten an alle Steilshooper: „Schaut mal nach, was bei euch in den Alben schlummert und schickt es uns.“
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