Eltern helfen in der Schule

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Mit viel Einsatz und Engagement sorgen Mütter und Schüler am Gymnasium Osterbek für ein gut funktionierendes Studienzentrum: (v.l.n.r.) Yvonne Funck, Leiterin der Unterstufe, Philipp Stephanowsky (12), Jacqueline Schmid (14), Leon Christiansen (12), Heide Seupel Leiterin DRK Bildungshaus, die Mütter Nadine Sodeikat und Claudia Stahmer sowie Ulrike Bahnsen vom Gymnasium Osterbek Foto: Sobersko

Mütter und Väter betreuen Studienzentrum im Gymnasium Osterbek

Bramfeld. Seit diesem Schuljahr gibt es die „GBS“: „Ganztägige Bildung und Betreuung an Hamburger Schulen“. Das Gymnasium Osterbek und der Grundschulstandort Eenstock haben seit August ein volles und tolles Nachmittagsprogramm entwickelt. Bis zu 20 Angebote können die Schüler bis zum Schulschluss um 16 Uhr wahrnehmen. So schön wie es klingt, so schwer ist die Umsetzung, denn der Aufwand, vor allem der Personalbedarf ist erheblich. Heike Seupel, Leiterin des Bildungshaus Eenstock: „Wir als Kooperationspartner der Grundschule Eenstock freuen uns über jeden Vater oder Mutter, der oder die sich einbringen kann.“
Im Gymnasium Osterbek gibt es eine Gruppe von Eltern, die bereits mit gutem Beispiel vorangeht. 14 Mütter und Väter von Schülern und ehemaligen Schülern unterstützen das Gymnasium bereits seit Jahren ehrenamtlich: mit ihrer Zeit. Ein- bis zweimal die Woche betreuen sie das Studienzentrum der Schule, eine Bibliothek, in der auch Computer genutzt und andere Medien ausgeliehen werden können. Sie organisieren dort die Ausleihe, pflegen ihren jeweiligen Fachbereich und fungieren auch schon mal als „Kummerkasten“ für Schüler und Schülerinnen. Claudia Stahmer, Mutter von Zwillingssöhnen am Gymnasium Osterbek: „Ich mache das auch, weil ich als Mutter eine Vorbildfunktion habe. Wie soll ich meinen Kindern erklären, dass Engagement und freiwillige Hilfe wichtig ist, wenn ich es selbst nicht mache? Außerdem gehören zu einer lebendigen Schule Eltern einfach dazu.“
Sie selbst ist seit drei Jahren regelmäßig dabei. Nadine Sodeikat hilft bereits seit zehn Jahren ehrenamtlich mit. Obwohl ihre Kinder seit zwei beziehungsweise fünf Jahren schon nicht mehr an der Schule sind, übernimmt sie noch immer ihre Schicht im Studienzentrum. Darüber hinaus ist sie Schulvereinsvorsitzende und kümmert sich um die Buchhaltung des Trägers. Genau wie Claudia Stahmer ist sie berufstätig. „Interessant ist, dass es häufig die berufstätigen Mütter sind, die sich ehrenamtlich engagieren“, sagt Yvonne Funck, Leiterin der Unterstufe am Gymnasium Osterbek.
Und der Einsatz der Eltern trägt bereits Früchte: Die Schüler übernehmen in den Pausen die Ausleihe und opfern dafür ihre freie Zeit zwischen den Unterrichtseinheiten. Die Aufgabe und die damit verbundene Verantwortung macht den Schülern so viel Spaß, dass es für dieses Amt bereits eine Warteliste gibt. (ts)
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