Essbare Kastanien sammeln

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Maroni auf dem Friedhof Ohlsdorf sind eine Hamburger Besonderheit

Ohlsdorf. Goldener Herbst: Eicheln, Bucheckern und Kastanien gilt in diesen Tagen die Aufmerksamkeit vieler Kinder. Seltener als früher werden sie zu Tierfutter. Doch zum Basteln sind Eicheln und Kastanien auch heute noch unverzichtbares Herbstrequisit. Natürlich bietet der Hauptfriedhof Ohlsdorf hier ein reiches Betätigungsfeld.
Er birgt aber eine ganz besondere Spezialität, die man auf Anhieb im Norden kaum vermuten würde: Edel- oder auch Esskastanien. Es gibt zwar keinen großen Bestand, doch können hier immerhin zwei Standorte verraten werden, an denen sich die Suche lohnt: Direkt am schmalen Fußpfad neben dem Bestattungsforum und am Rondell – dort wo sich Ostring, Kriegerehrenallee und Kapellenstraße treffen, finden sich in diesen Tagen untrügliche Zeichen: mit vielen feinen Stacheln besetzte Schalen der Maroni. Die braunen Früchte waren im 19. Jahrhundert in südeuropäischen Bergregionen oft das Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung. Nur gut, dass die Hamburger nicht von den Edelkastanien auf Ohlsdorf in gleicher Weise abhängig sind!
Denn trotz Klimaerwärmung bevorzugen die auch hier stattlichen Bäume südlichere Regionen. Zwar werfen die Bäume auf Ohlsdorf in diesen Tagen mächtig Schalen ab – nur nicht immer ist eine ausreichend große Maroni darin zu finden.
Es empfiehlt sich daher vor der Sammelaktion ein Besuch beim Obst- und Gemüsehändler, damit die Enttäuschung der Kinder nicht zu groß wird. So wird die herbstliche Sammelei zu einem ungeteilten Vergnügen an frischer Luft. (fjk)
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