Extra-Pauken mit „Teach First“

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Gut gerüstet in Mathe: Nazli ist zuversichtlich Foto: Haas

Freiwilige Lernwoche für Hamburger Schüler an der Ilse-Löwenstein-Schule

Barmbek-Süd Buntes Treiben herrschte in der Ilse-Löwenstein-Schule. 16-jährige Schüler aus fünf Hamburger Schulen kamen in die Humboldstraße, um gemeinsam freiwillig eine Woche zu lernen: inmitten der Frühjahrsferien? „Klar doch. Und es hat sogar Spaß gemacht“, sagt Mohammed. Er habe zwar eine Abiturprognose, aber jetzt stehe der mittlere Schulabschluss (MSA) an. Für die Prüfung habe er hier viel gelernt. Auch Bazli hat das Camp Spaß gemacht. „Es hat sich gelohnt, eine Ferienwoche zu opfern“, meint sie, denn sie konnte Lücken in Mathe schließen. „Das hat mir sehr geholfen.“ Daria Gorgel ist eine der fünf „Fellows“, die das Lern-Feriencamp in der vorigen Woche ermöglichten. Die Hochschulabsolventen aus diversen Fachrichtungen verpflichten sich mit dem Programm „Teach First“ für zwei Jahre, an Schulen in Problemstadtteilen mitzuarbeiten. Ihr Ziel: allen Schülern ungeachtet ihrer Herkunft gute Bildung zu ermöglichen. Die Fellows unterstützen Lehrkräfte im Förder- und Fachunterricht, betreuen Kinder individuell und organisieren außerhalb des Unterrichts eisgene Projekte. „Wir unterstützen und fördern Schüler nach ihren individuellen Fähigkeiten. So können sie das Selbstvertrauen entwickeln, das ihnen oft fehlt“, sagt Daria Gorgel. Mehr als 100 Fellows hat „Teach First“ seit 2009 an 44 Hamburger Schulen vermittelt. Aktuell sind 35 Fellows aktiv. Auch Ronja Dietschmann hilft im Camp als angehender „Fellow“. „Eine Woche lang haben wir hier Kurse in Deutsch, Englisch und Mathe durchgeführt.“ Die Atmosphäre sei anders als im Schulunterricht, alle Kids kamen freiwillig, waren hochmotiviert, denn sie suchten selbst aus, was sie lernen wollten“, erklärt Ronja. (wh)
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