Freibad passé – Verein soll raus

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So stellt sich Bäderland den verkleinerten Außenbereich vor Grafik: Archiv/wb

Freibadgelände soll für den Wohnungsbau verkauft werden

Ohlsdorf Der Verein „Rettet das Freibaden und Sportschwimmen in Ohlsdorf“ ist enttäuscht über die jüngste Entwicklung im Ringen um das Freibad Ohlsdorf. Wie berichtet, soll das Freibadgelände für den Wohnungsbau verkauft und der Erlös in die Errichtung eines neuen Hallenbades investiert werden.
Harald Meyer, der Vorsitzende des Vereins, beschwerte sich in der jüngsten Bürgerfragestunde der Bezirksversammlung darüber, dass die Badegäste nicht in die Diskussion um die Zukunft des Bades miteinbezogen worden seien. Künftige Diskussionen um Freibäder dürften nur unter Beteiligung der Betroffenen stattfinden. Rachid Messaoudi von den Linken pflichtete ihm bei: „Das ist ein Trauerspiel. Von Partizipation der Bürger kann man nicht reden“. Er attackierte die größte Fraktion: „Die SPD war 2009 für den Erhalt des Freibades. Nun findet das Gegenteil statt.“
SPD-Fraktionschef Thomas Domres wehrte sich: „2009 waren 13.000 Menschen gegen den Abriss. Aber die sind danach nicht regelmäßig ins Freibad gegangen.“ Michael Werner-Boelz, der Fraktionschef der Grünen, betonte, dass die Bezirkspolitik keinen Einfluss auf die Entscheidung über das Freibad gehabt habe und bagatellisierte: „Die Welt geht nicht unter, wenn Ohlsdorf ein Hallenbad wird.“
Unterdessen hat Bäderland seinem Mieter „Mook wat e.V.“ gekündigt. Der Qualifizierungs- und Beschäftigungsträger hatte in den 1990er-Jahren das baufällige Torhaus renoviert und es unter anderem an eine Geschichtswerkstatt untervermietet. Mook-Wat-Geschäftsführer Kersten Tormin: „Wir hoffen auf ein Gespräch“. Dies sollte am Dienstag stattfinden. (ch/wb)
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3 Kommentare
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Michael Kahnt aus Barmbek | 16.09.2015 | 12:43  
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Rainer Stelling aus St. Georg | 18.09.2015 | 16:41  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 21.09.2015 | 14:39  
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