Für eine sichere Fuhle

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Anrainer Ulrich Hoffmann beobachtet häufig, wie Fußgänger auf der Kreuzung in gefährliche Situationen geraten Foto: Leuschen

Anrainer und Kommunalpolitiker initiieren Unterschriftenaktion

Von Misha Leuschen
Barmbek
. Ziemlich flott fährt die Limousine aus dem Kreisverkehr an der Pestalozzistraße, offenbar will der Fahrer die Grünphase an der Kreuzung Drosselstraße noch erwischen. In letzter Sekunde reißt er das Steuer herum und fährt ohne Blinker auf die rechte Spur, die in die Drosselstraße führt. Die junge Mutter, die mit ihrem kleinen Sohn auf der Verkehrsinsel steht, kann den Kleinen gerade noch zurückreißen. Der Autofahrer hat offenbar nichts bemerkt – ein Zebrastreifen hätte ihn wohl aufmerksamer für Fußgänger gemacht.

Brenzlige Situationen

Brenzlige Situationen wie diese beobachtet Buchhändler Ulrich Hoffmann jeden Tag; häufig kommen Kunden in seinen Laden an der Drosselstraße und klagen über die Verkehrsführung. „Vor allem Familien mit Kindern, aber auch Ältere oder Menschen mit Behinderungen haben große Schwierigkeiten“, berichtet er. Das bestätigt auch Alexander Kleinow, Vorsitzender der SPD Barmbek-Mitte und Mitglied im Regionalausschuss Barmbek, Uhlenhorst, Hohenfelde und Dulsberg. „Wir wollen nicht warten, bis ein bedauerlicher und vermeidbarer Unfall passiert, sondern jetzt eine angenehme und zeitgerechte Verkehrssituation für alle Teilnehmer an dem Verkehrsknotenpunkt schaffen.“
Denn auch für die Autofahrer ist die neue Verkehrssituation unübersichtlich – regelmäßig verfahren sich nicht nur ortsfremde Pkw-Fahrer, sondern sogar die HVV-Busfahrer, berichtet ein Anwohner, dann müsse der Bus auf der vierspurigen Fahrbahn wenden.

„Die Zebrastreifen auf
dem Wiesendamm haben erheblich zur Sicherheit
der Fußgängerinnen und Fußgänger beigetragen.“
Alexander Kleinow


Die Polizei sehe keinen Handlungsbedarf, so Kleinow, da bis heute noch kein Unfall passiert sei. „Auf solche Spielchen wollen wir uns erst gar nicht einlassen und fordern deswegen sofortiges Handeln der zuständigen Behörden.“ Deshalb liegen jetzt im SPD-Abgeordnetenbüro von Bürgerschaftsmitglied Ksenija Bekeris an der Pestalozzistraße 21a und im Buchladen Hoffmann an Fuhlsbüttler Straße / Ecke Drosselstraße Unterschriftslisten aus. Die Forderung: eine bessere Kennzeichnung und Entschärfung der Konfliktzonen durch Verkehrszeichen oder Zebrastreifen.

Zebrasteifen gefordert

„Die Zebrastreifen auf dem Wiesendamm haben erheblich zur Sicherheit der Fußgängerinnen und Fußgänger beigetragen“, sagt Kleinow. „Sie sorgen für eine klare Regelung des Verkehrs und geben den schwächsten Verkehrsteilnehmern - den Fußgängern – die Möglichkeit der sichereren Querung.“
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