Gebührenerhöhung belastet Händler

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Malte und Peter Basedahl (v.l.) kommen mit ihrem Fleischerstand auf dem Markt Hartzloh trotz gestiegener Kosten noch zurecht. Foto: hfr/Hanke

Viele junge Familien am Sonnabend auf Wochenmarkt

Barmbek. Auf dem kleinen Wochenmarkt Hartzloh in Barmbek, direkt an der Fuhlsbüttler Straße. Nur wenige Händler haben ihre Stände aufgebaut. Schneeregen hat viele vom Erscheinen abgehalten. Auch die Zahl der Kundinnen und Kunden hält sich in Grenzen. Peter Basedahl gehört zu den wenigen, die auch bei diesem Wetter verkaufen. Der Schlachter aus Hummelsbüttel kommt immer mit seinem Wagen. Zwei Drittel seiner Waren stammen aus eigener Produktion. Der Schinken ist ein Renner. Familie Basedahl betreibt das Fleischereigeschäft schon in der dritten Generation. Peter Basedahls Sohn Malte macht auch schon mit. „Die Kosten steigen extrem“, berichtet der Schlachter. 2012 wurden die Gebühren mal wieder erhöht. Hartzloh gehört zu den preiswerten Märkten. Am Dienstag zahlen die Dauermieter je Frontmeter 2,40 Euro. Tageszulassungen gibt es für 3,10 Euro. Am Donnerstag liegen die Mieten bei 2,80 und 3,50 Euro, für den Sonnabend, den attraktivsten Tag, müssen 3,00 und 3,70 Euro gezahlt werden. „Am Dienstag haben wir Einbußen“, berichtet Peter Basedahl. Der Sonnabend läuft dagegen gut. „Da kommen immer mehr Menschen, darunter viele junge Familien“, erzählt der Fleischer. Die gestiegenen Kosten, neben den Gebühren vor allem die Benzinpreise, muss er an die Verbraucher weitergeben. Doch das führt nicht zu einem Einbruch. Die Kunden bleiben nicht aus. So sieht´s auch Gemüsehändler Sebastian Mleziva. Zwei Gebührenerhöhungen verringern zwar seinen Gewinn, aber seine Existenz ist nicht
gefährdet. Er schätzt den Markt und die Kunden. Offenbar schätzen sie die Marktprodukte und die dortige Atmosphäre. Höhere Preise halten die Menschen nicht davon ab, Wochenmärkte zu besuchen. (ch)
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