Gemeindezentrum offen

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Ob er wohl passt? Pastorin Dorothea Neddermeyer öffnet symbolisch das Tor zum neuen Gemeindezentrum Foto: Sobersko
 
Im Vorfeld hatte bereits Boarder-Collie-Mix Benny für den Gottesdienst „geworben“ Foto:sta/wb

Großes Fest mit Schlüsselübergabe an Osterkirchenpastorin

Von Tanja Sobersko
Bramfeld. Vier Jahre hat es gedauert, über zwei Millionen Euro hat es gekostet, aber jetzt steht es: das neue Gemeindezentrum der Osterkirche in Bramfeld.
Am Sonntagnachmittag wurde das „Neue Zentrum Osterkirche“ feierlich mit einem Gottesdienst eröffnet. Der Festakt stand ganz unter dem Motto: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, arbeiten die umsonst, die daran bauen“. Und dieses Gotteshaus war bei einem solchen Anlass gefüllt. Viele der Besucher bekamen keinen Sitzplatz mehr. Dorothea Neddermeyer sowie Pröbstin Isa Lübbers dankten allen am Bau Beteiligten und dies wurde von der Gemeinde mit Applaus quittiert. Ein besonderer Moment dieses Festaktes war die feierliche Verleihung des Ansgar-Kreuzes an Dieter Johannsen.

Schlüsselübergabe

Als Mitglied im Kirchengemeinderat und als Mitglied des Bauauschusses hatte er sich mit seiner langjährigen Erfahrung in der Baubranche sowie sehr viel Zeit, Herzblut und Engagement um den Neubau verdient gemacht. Pröbstin Isa Lübbers überreichte das Kreuz persönlich. Direkt im Anschluss übergab Architekt Mathias Hein den „goldenen Schlüssel“ feierlich an Pastorin Dorothea Neddermeyer, die daraufhin das Haus öffnete, und bei Kaffee und Kuchen konnte das neue Gemeindezentrum dann besichtigt werden. Die Gemeindeglieder zeigten sich sichtlich beeindruckt. Ein solches Mammut-Projekt hat allerdings auch seinen Preis. Die geschätzten Kosten beliefen sich auf 2.009.000 Euro, es gab auch Spenden dafür.
Die Planung sah vor, dass der Großteil aus Mitteln der Gemeinde finanziert wird, unter anderem aus dem Erlös für das Gemeindezentrum Hegholt, das beim Verkauf 1,32 Millionen Euro brachte. „Natürlich liegen die tatsächlichen Kosten darüber“, räumte Pastorin Neddermeyer ein. „Das ist bei Projekten dieser Größenordnung nun mal so.“ Bedauerlich sei gewesen, dass die Spendenfreudigkeit beim Bau der Kita größer war, als in Folge beim Bau des Gemeindezentrums. Die Simeonkirche unterstützte die Osterkirche schwesterlich mit einer Spende von 40.000 Euro. Während des Gottesdienstes wurde ein letztes Mal um Spenden für den Neubau gebeten. Die Gestaltung des Außengeländes ist noch nicht abgeschlossen. Die Bepflanzung erfolgt im Herbst.

Mops und Labradorhunde in der Simeon-Kirche

Ein anderer, ungewöhnlicher Gottesdienst im Stadtteil hatte am Vormittag im nördlichen Bramfeld stattgefunden: Zum Gottesdienst mit Tieren hatte die Simeon-Kirche geladen. Rund 70 Herrchen, Frauchen und Tierfreunde waren gekommen, etwa die Hälfte war mit vierbeiniger Begleitung erschienen. Vom Mops bis zum französischen Hirtenhund, vom wuscheligen Mischling bis zum beliebten Labrador waren es vor allem Hunde, die zur Messe mitgebracht worden waren. Pastor Martin Fischer, unterstützt von Waltraud Schürmeyer, Rainer Wölfle und Werner Lamm, gab dabei Denkanstöße, die nicht nur Tierfreunde angehen. „Eine Gesellschaft, die gut mit Tieren umgeht, wird humaner“, sagte Fischer. Auch die Lesung drehte sich um das Thema Tiere: „Siehst du einen Esel unter seiner Last liegen, darfst du ihn auf keinen Fall im Stich lassen.“ So wurde im Gottesdienst mit Tieren auch an das Schicksal vieler Pferde, Hunde, Katzen und anderer Lebewesen erinnert, die auf Gnadenhöfen ihre letzten Tage verbringen dürfen. Eine Organisation, die sich seit 1996 um aktiven Tierschutz kümmert, sitzt gar nicht so weit weg von Bramfeld, in Langenhorn: Eine Vertreterin von „Terra Mater“ gab Informationen über mobile Tierrettung und Gnadenhöfe in Deutschland (www.terra-mater.de) – und reichte den Tierfreunden zu Flyern auch Leckerlis für die Freunde auf vier Pfoten. (ts/sta)
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