Gemischte Reaktionen auf Sparpläne

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Almando Quines ist nicht begeistert von der geplanten Zusammenlegung Fotos: Sobersko

Durch Verlegung des Sozialen Dienstleistungszentrums wird der Weg weiter

Bramfeld. Nach Plänen des Bezirksamts Wandsbek soll das Soziale Dienstleistungszentrum aus dem Kundenzentrum Bramfeld ins Kerngebiet Wandsbek verlegt werden. Rund 2.400 Bramfelder müssen dann weitere Wege in Kauf nehmen (das WochenBlatt berichtete).
Der Bezirk begründet diese Überlegungen mit den Einsparungen, die alle Hamburger Bezirke leisten müssten. Durch eine Zentralisierung hätten die Bürger die Möglichkeit, bei deutlich verbesserten Sprechzeiten in Wandsbek ihre Anliegen vorzubringen.
Doch was sagen die Bramfelder zu der ? Almando Quines aus Steilshoop, der nach einem Schlaganfall körperlich eingeschränkt ist, empört sich: „Das ist überhaupt nicht gut. Es ist jetzt schon schwer für mich, den Weg von Steilshoop hierher nach Bramfeld auf mich zu nehmen. Ich dachte, dass sich hier auch um Behinderte gekümmert wird, wozu haben die sonst diese Rampe gebaut?“ Ähnlich sieht es Mohsen Pourian aus Bramfeld: „Klar, das ist nicht schön und man muss mehr Zeitaufwand in Kauf nehmen“, so der junge Mann. Deutlich entspannter und sogar positiv, beurteilt Renate Poszich die Lage: „Ich finde eine solche Zentralisierung gut. Mit dem Bus fährt man direkt vor die Tür des Kundenzentrums in Wandsbek.“
Frank Schwippert, stellvertretender Bezirksamtsleiter verteidigt die geplante Zusammenlegung: „Auch Wandsbek muss einen Beitrag zur notwendigen Haushaltskonsolidierung leisten. Unser Anspruch bleibt, möglichst kundenorientiert für die Wandsbeker Bürgerinnen und Bürger zu arbeiten.“ Ab 2014 wird diese Kundenorientierung für viele Bramfelder allerdings in der Wandsbeker Allee 71 stattfinden. (ts)
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