Grenzen erreicht

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Das Wandsbeker Bezirksamt hat 1.352 Mitarbeiter, viele sind überlastet Foto: Glitz

Mitarbeiter im Bezirksamt klagen über Leistungsdruck

Bezirk Wandsbek Die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter im Bezirksamt ist weiterhin hoch. Das ergibt die Auswertung einer Kleinen Anfrage der Linksfraktion in der Bezirksversammlung. Im Jahr 2014 wurden demnach im Bezirksamt Wandsbek erneut 29 Überlastungsanzeigen eingereicht, im ersten Quartal 2015 waren es weitere neun. Die Überlastungsanzeigen wurden ausschließlich in den Dezernaten „Soziales, Jugend, Gesundheit“ und „Wirtschaft, Bauen, Umwelt“ angefertigt. Erschwerend komme hinzu, dass zahlreiche Anzeigen aus früheren Jahren fortbestünden, so die Linke. Im Fachamt Jugend-und Familienhilfe seien die Anzeigen überwiegend von ganzen Teams oder Arbeitsgruppen gebündelt eingereicht wurden.

Anzeigen der Mitarbeiter


Überlastungsanzeigen sind im Öffentlichen Dienst eine Möglichkeit, dem Dienstherrn anzuzeigen, dass durch hohe Arbeitsbelastung Probleme in der Aufgabenwahrnehmung drohen. Die Beschäftigten sind sogar verpflichtet, ihren Vorgesetzten zu unterrichten, wenn größere Arbeitsrückstände entstehen. Laut Anfrage reagiert das Bezirksamt im Fachamt Jugend- und Familienhilfe mit einer befristeten Einstellung oder Umsetzung von Mitarbeitern. Außerdem würden Aufgaben priorisiert. Folge sei eine verkürzte Dokumentation. Ähnlich hält es demnach das Fachamt Gesundheit, zudem würden Standards gesenkt. Für den Bereich Wirtschaftsförderung und Bauprüfung kündigt das Bezirksamt eine Umverteilung und Aufgabenverlagerungen an. Dies führe zu Einschränkungen in anderen Bereichen und könne keine Lösung sein, kritisierte Julian Georg, Fraktionsvorsitzender der Linken.
„Die Bürger in Wandsbek erwarten eine sachgerechte, öffentliche Dienstleistung vor Ort. Und die Mitarbeiter haben ein Anrecht auf eine personell ausreichende Stellenausstattung“, so Georg. Die Linke fordere den Senat und das Bezirksamt Wandsbek auf, für eine ausreichende Stellenausstattung in der öffentlichen Verwaltung zu sorgen. (rg)
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