Großes Spektakel

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Zahlreiche Zuschauer schauen gebannt zu, wie der Kran die 25 Tonnen schwere Stahlbrücke zum Schweben bringt.

Brückenbau präzise: Alles lief nach Plan

Barmbek/Winterhude. Vier neue Brückenteile für die neue U-Bahnbrücke an der Saarlandstraße. Am Wochenende lockten die Bauarbeiten zahlreiche Zaungäste und Hobbyfotografen an.
Denn nur selten kann man den Aufbau eines 550 Tonnen Krans so aus der Nähe beobachten; von dem Einhub von insgesamt vier 25 Tonnen schweren Stahlbrücken mal ganz abgesehen.
„Winterhuder Brücken“
Das Projekt „Winterhuder Brücken“ der Hochbahn ist ein Großprojekt. Mit einem Investitionsvolumen von 17 Millionen Euro begann die Sanierung beziehungsweise Erneuerung der Brücken auf der Strecke der U 3 zwischen Barmbek und Kellinghusenstraße bereits im Juni. Noch bis 28. August dauert die Sperrung der Linie an.
Bereits gegen 19 Uhr waren die ersten Teile des großen Krans vor Ort zusammengesetzt. Bis zum nächsten Morgen würde der gesamte Kran stehen und die Brücken angeliefert werden. Sie waren bereits aus Zwickau angeliefert worden und „warteten“ auf einem Rastplatz nahe Hamburg. Sie wurden nachts durch die Straßen der Hansestadt „gezogen“.
Pünktlich um 7 Uhr starteten am Sonnabend die Arbeiten an der ersten Brücke. Der Schwertransporter fuhr vor, innerhalb kürzester Zeit hing das erste Brückenteil am Haken. Gute 46 Minuten später war es fast eingesetzt. Das sei Millimeterarbeit, betonte Jens G. Witte, Projektleitung und gesamtverantwortlich für den Brückeneinhub an der Saarlandstraße. „Alles läuft genauso wie es sein soll“, sagte er, „wir liegen exakt im Zeitplan.“ Wie lange jedoch die „Feinjustierung“ der Verankerung dauert, weiß auch der erfahrende Brückenbauer nicht. Obwohl er in seinem Berufsleben bereits an die 20 Brücken errichtet hat, weiß er, dass jede anders ist. „Es kann jetzt ganz schnell gehen oder noch eine Stunde dauern“, so Witte weiter. Er bittet um ein wenig Geduld. Doch schon bald liegt die erste Brücke. Die zweite wartet bereits darauf, eingesetzt zu werden. Gegen 10 Uhr ist es dann soweit: Auch sie schwebt über die Saarlandstraße, bereit, eingehoben zu werden.
Auch Alf Gauer, Gesamtprojektleiter „Winterhuder Brücken“ zieht ein positives Resümee der Bauarbeiten: „Es ist alles so eingetreten wie geplant.“
Am Sonntagmorgen, 8.30 Uhr, schwebte dann die vierte und letzte Brücke über den Köpfen der zahlreichen Zuschauer. Viele Anwohner waren gekommen, manche sogar mit Picknickkorb und Kaffeekanne, um dem Schauspiel zu folgen. Auch der vierte Einhub verlief reibungslos. Gauer freute sich: „Besser hätte es gar nicht laufen können.“
Am Montag dann war die Saarlandstraße für den Autoverkehr wieder freigegeben. (nk)
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