Grundschule bessert nach

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Schulleiter Andreas Kemper (42) freut sich über das gelungene GBS-Kooperationsmodell Foto: Flüß

Adolph-Schönfelder-Schule löst Betreuungsproblem

Barmbek Nach den Sommerferien hatte die Adolph-Schönfelder-Grundschule als Pilotschule das GBS-Kooperationsmodell eingeführt. Das Projekt sollte die Folgen der Umstellung auf das Konzept der ganztägige Bildung und Betreuung mildern.
Wie alle 200 Hamburger Grundschulen musste auch die Barmbeker Schule 2013 das Konzept einführen. Eltern, Schüler und Lehrer stellten aber Probleme fest.
„Die Klassen mussten für die Nachmittagsbetreuung in neue Gruppen gemischt werden, Mittagessen gab es teilweise erst sehr spät und die Schüler mussten ihre gewohnten Räume verlassen“, erzählt Schulleiter Andreas Kemper (42). „Das führte zu sozialen Auffälligkeiten. Die Schüler waren nicht mehr so belastbar und schlugen schneller zu.“
Gemeinsam wurde das GBS-Kooperationsmodell entwickelt und durch Umschichtung schulinterner Mittel finanziert. Das Modell ermöglicht eine gemeinsame Lernzeit von Kindern, Lehrern und Erziehern. So wurde ein sinnvoller Übergang zwischen Unterricht und nachmittäglicher Betreuung geschaffen: „Die Erzieher wussten ja gar nicht, was am Vormittag im Unterricht passierte“, so Kemper. „Der Klassenverband wird in dieser Zeit nicht aufgelöst, so dass die Kinder im warmen Nest bleiben.“ Durch eine straffe Struktur in der Mensa konnte das sehr späte Mittagessen abgeschafft werden und als Vorbereitung für weiterführende Schulen wurde für die Klassen drei und vier der Unterricht bis 14 Uhr eingeführt. „Eltern haben einen Anspruch darauf, ihr Kind um 13 Uhr von der Schule abzuholen. Wer sein Kind bei uns anmeldet, sollte den Unterricht bis 14 Uhr akzeptieren“, rät Kemper. Das Modell, für das seine Schule als Pilotschule ausgezeichnet wurde, zeigte bei den rund 450 Schülern Wirkung: „Die Schulatmosphäre hat sich verbessert. Der soziale Frieden tut uns gut“, sagt Kemper. (flü)
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