Hamburg-Bramfeld: Ist Kita-Gelände auch verseucht?

Anzeige
Die Idylle trügt. Im Boden der Kleingärten und rings herum wurden Schadstoffe im Boden gefunden Foto: ce

Untersuchung nach Schwermetall-Funden angekündigt

Bramfeld. Rose Poromka-Schröder, Leiterin vom Bewegungskindergarten "Sonnenblume" an der Haldesdorfer Straße, ist überrascht: „Es wurde uns von den Behörden bestätigt, dass in unserem Boden keine Schadstoffe vorhanden sind.“
Dennoch fordert Oliver Schweim, Fachsprecher Stadtplanung der Grünen im Planungsausschuss, jetzt eine Untersuchung des Oberbodens der Kindertagesstätte „Sonnenblume“ auf Schwermetalle und Dioxine und die stichprobenartige Untersuchung der benachbarten Wohnsiedlung, insbesondere der Kinderspielflächen. Hintergrund: Bei Oberbodenuntersuchungen und durch ein weiteres Gutachten hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) festgestellt, dass der Boden des ehemaligen Gärtnereigeländes um die Straßen „Barmwisch“, „Haldesdorfer Straße“ und „Hegholt“ mit Müll und Müllverbrennungsasche aus der ehemaligen Müllverbrennungsanlage „Alter Teichweg“ gedüngt wurde. Die Grünen forderten daher in einem Antrag in der Bezirksversammlung eine Untersuchung des Geländes des Bebauungsplans Bramfeld 67 auf Dioxine im Oberboden in Bereichen, in denen besonders hohe Schwermetallkonzentrationen gefunden wurden. Der Antrag wurde vorige Woche einstimmig angenommen.

Zur Sicherung der Kleingärten soll in Bramfeld an der Straße „Barmwisch“ der Bebauungsplan Bramfeld 67 festgestellt werden. Im Bebauungsverfahren hat man alte Fotos gefunden, auf denen zu erkennen ist, dass die damaligen Gärtnereiflächen mit Müll „gedüngt“ wurden. Bei den Untersuchungen des Oberbodens wurden großflächig unterschiedliche Konzentrationen von Schwermetallen auf dem Kleingartengelände gefunden. Auf einer Parzelle musste der Oberboden ausgetauscht werden. In der gesamten Kleingartenanlage hat man Verhaltensregeln ausgegeben, dass Gemüse und Obst nur noch in Hochbeeten gezogen und Erdarbeiten vermieden werden sollten. Die Böden der in direkter Nachbarschaft zur Kleingartenanlage liegenden Kindertagesstätte „Sonnenblume“ und in der ebenfalls betroffenen Wohnsiedlung am „Hegholt“ wurden noch nicht untersucht. „Um eine Gefährdung der Bevölkerung gänzlich auszuschließen müssen zusätzliche Untersuchungen durchgeführt werden“ fordert Oliver Schweim deshalb. „Neben der Untersuchung auf Dioxine sollten auch Tiefenbohrungen zur Untersuchung des Grundwassers und der tieferen Bodenschichten erfolgen." – Auch auf dem Kita-Gelände. (ce/ba)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige