Hamburg: Ende Gelände

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Wochenblatt-Autorin macht sich Luft über die Bau- und Staustadt Hamburg

Von Silvia Stammer
Hamburg. Alle Schotten dicht, heißt es im Notfall an Bord. In Hamburg sind derzeit alle Schotten dicht. Auf den Straßen. Selbst wenn man nur einen relativ kurzen Arbeitsweg von Bramfeld bis nach Wandsbek hat, lässt sich die aktuelle Situation in Hamburg als Verkehrsteilnehmer, vor allem als Autofahrer, derzeit schwer ertragen. Beispiel Montagmorgen. Um dem Stau auf der Bramfelder Chaussee auszuweichen - er ist spätestens programmiert, seit die Fuhlsbüttler Straße eine Großbaustelle ist - , möchte ich gleich Richtung Farmsen „runterstechen“. Doch, ätsch, im Tegelweg an der Ecke Am Luisenhof ist Schluss. Großbaustelle. Die Umleitung lässt nur ein Rechtsabbiegen zu. Umdrehen? Verboten. Also
bis zur nächsten Kreuzung weiterfahren, dann vorschriftsmäßig abbiegen, in der nächsten Einfahrt wenden. Wieder weiter Richtung Wandsbek. In der Bärenallee dann Ende Gelände. Wegen der XXL-Baustelle Hammer Straße. Hier wird bis 2018 gebuddelt, vorher wird sogar die Elbphilharmonie fertig sein.
Die Staumeldungen im Lokalradio sind länger als die Nachrichten. Hallo, Regie, überlegt mal, lieber die Straßen zu vermelden, in denen der Verkehr fließt! Durch den Wasserrohrbruch in der Gärtnerstraße, der den Nordwesten der Metropole noch bis voraussichtlich nächste Woche lähmt, kommt eine ungeplante Verkehrsinsuffizienz hinzu. Kann passieren. Zeigt aber, dass eben alles, was noch ein Quäntchen zusätzlicher Probleme bringt, die Stadt und ihre Menschen über Gebühr strapaziert.
Busse und Bahnen sind übervoll, Radverkehr nur für einen Teil der Bevölkerung in Citynähe eine echte Alternative, vom Zustand der Wege ganz zu schweigen. Die Farben der Hamburg-Flagge sind rot-weiß. Wie die Baaken der Baustellen, das passt.

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