Hamburg: In die Schule mit dem Rad

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Verkehrslehrerin Henrike Pommeranz von der Polizei Foto: Ehrhorn

Verkehrserziehung soll Kinder motivieren

Hamburg. Mehr als 40 Hamburger Grundschulen beteiligten sich an der Aktion „Zu Fuß zur Schule“. Auch die Grundschule Appelhoff.
„Selbstständig im Straßenverkehr“. Unter diesem Motto fand zum 12. Mal der „Zu Fuß zur Schule“-Tag statt. Wieder mit dabei war die Grundschule Appelhoff. „Wir möchten, dass die Schüler vermehrt zu Fuß oder auch mit dem Fahrrad zur Schule kommen“, erklärt Matthias Dehler von der Hamburger Schulbehörde. „Das hat mehrere Vorteile. Zum einen verringert man das Verkehrschaos vor den Schulen. Zum anderen werden die Kinder selbstständiger im Verkehr. Dazu ist es auch noch gesünder, als immer zur Schule gefahren zu werden.“
Um den Kindern dies an dem Aktionstag näher zu bringen, hat man sich einiges einfallen lassen. In einzelnen Gruppen arbeiten die Schüler verschiedene Stationen ab. Sie lernen Verkehrszeichen, machen Bastelarbeiten zum Thema Verkehr oder können sich auf dem Hockey-Platz einfach mal austoben. „Der Tag heute ist wirklich schön. Das Basteln mach mir am meisten Spaß“, sagt Schülerin Lea Amiri (9) begeistert. Besonders beliebt war bei den meisten aber der Fahrrad-Verkehrsübungsplatz. Dort lernten die Kinder, begleitet von Verkehrslehrern der Polizei, mit dem Fahrrad oder Roller verschiedene Untergründe und Hindernisse sicher zu passieren. „Es ist wichtig den Kinder so etwas beizubringen. Ab 10 Jahren dürfen die Kinder nicht mehr auf dem Gehweg fahren und müssen an einigen Stellen auf die Straße wechseln. In diesem Alter steigen auch die Unfallzahlen an. Deswegen ist es uns wichtig, die Schüler in einem gesichertem Umfeld, darauf vorzubereiten“, sagt Verkehrslehrerin Henrike Pommeranz, die von Kinder oft „Pommes“ genannt wird. „So können die sich meinen Namen besser merken“, fügt sie lachend hinzu. Auch die Polizistin kritisiert die Verkehrssituation vor den Schulen. „Die Grundschule Appelhoff liegt in einer kleinen Straße. Da kann man sich vorstellen, wie es hier morgens aussieht, wenn alle Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen. Das einzig Positive ist, es gibt keine Unfälle, weil keiner vor oder zurück kommt.“ In einem leicht sarkastischem Unterton beendet sie den letzten Satz. „Viele Eltern haben Angst ihre Kinder zu Fuß zur Schule gehen zu lassen. Das ist auch in gewisser Weise verständlich. Aber je früher sie es lernen, sich selbstständig im Verkehr zu bewegen, umso sicherer sind sie später.“ Einige Schüler sind bereits selbstständig im Verkehr unterwegs. Wie Justin Leon Wilkens: „Ich fahre fast überall im dem Fahrrad hin. Auch zur Schule“, so der Neunjährige selbstbewusst. (ce)
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