Hamburg: Konzepte für Wohnraum und -qualität gesucht

Wann? 14.06.2017

Wo? Lerchenfeld 2, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg DE
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Wohnen in Hamburg Konzepte für mehr Wohnraum und Wohnqualität gesucht Grafik: wb
Hamburg: Lerchenfeld 2 |

Verkehrs-Achsen für Nachverdichtung auf dem Prüfstand. Info-Veranstaltung für Interessierte am 14. Juni

Hamburg-Barmbek Um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, hat der Senat das Motto „Mehr Stadt in der Stadt“ ausgerufen. Dabei geht es auch um Nachverdichtungsmöglichkeiten an den großen Hauptverkehrsstraßen. Aber nicht nur Wohnungsbau soll dabei im Mittelpunkt stehen. Die Wohnqualität soll durch optimierte Verkehrsführung und ansprechende Grün- und Freiräume erhöht werden.

Hauptverkehrsstraßen unter der Lupe


Das Bezirksamt Hamburg-Nord begutachtet deshalb als eine seiner ersten Hauptverkehrsstraßen die Magistrale Mundsburger Damm, Oberaltenallee, Hamburger Straße, Barmbeker Markt und Bramfelder Straße. Sie ist rund vier Kilometer lang und wird von der Alster bis zur Bezirksgrenze unter die Lupe genommen. Gesucht wird nach Ideen für städtebauliche Entwicklungen, Lösungen für künftige Mobilitätsplanungen und Neubaupotentialflächen. „Wir haben mit der Magistrale vom Mundsburger Damm bis zur Bramfelder Straße eine Straße, an der mehrere Tausend Menschen wohnen und arbeiten. An dieser Verkehrsachse prüfen wir, wo wir etwas verbessern können. In zweiter Linie geht es auch um Wohnungsneubau. Denn nur durch eine Verbesserung der Wohnqualität im Umfeld und sinnvolle Mobilitätskonzepte ist eine Nachverdichtung denkbar“, sagt Bezirksamtsleiter Harald Rösler.

Magistralen häufig radikal umgebaut


Die großen Magistralen sind in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert noch weitestgehend ohne motorisierten Verkehr entstanden und wurden seit den 1960er Jahren, dem Leitbild der autogerechten Stadt folgend, häufig zugunsten des fahrenden und ruhenden Verkehrs radikal umgebaut. Aufgrund ihres verkehrsgerechten Ausbaus sind diese Magistralen heute durch erhebliche Verkehrs-, Lärm- und Schadstoffbelastungen beeinträchtigt und werden städtebaulich, stadtgestalterisch und funktional weder ihrer Bedeutung als „Visitenkarte“ noch als lebendige Gliederungs- und Orientierungsräume gerecht.

Bürgerbeteiligung


„Durch die Notwendigkeit, die CO2-Emissionen zu reduzieren, aber auch wegen der gestiegenen Ansprüche an ein qualitätsvolles Wohn- und Arbeitsumfeld ist eine neue städtebauliche, freiraumplanerische und verkehrliche Strategie notwendig“, äußert sich der Leiter des Fachamtes für Stadt- und Landschaftsplanung, Hans-Peter Boltres zu seinem Untersuchungsauftrag. „Daran wollen wir die Bürgerinnen und Bürger beteiligen und bieten dazu verschiedene
Möglichkeiten an. Wir würden uns freuen, wenn viele dabei mitmachen“, so Boltres weiter. (wb)

Die wichtigsten Daten auf einen Blick


- ab 7. Juni: Beteiligung online bis 4. Juli 2017 unter www.hamburg.de/magistrale-nord

- Informationsveranstaltung für alle Interessierten am 14. Juni 2017. Info-Markt um 18 Uhr, Information und Diskussion um 19 Uhr. Aula der Hochschule für bildende Künste, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg
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