Hamburg: „Schwieriger Markt“

Anzeige
Die Hertie-Ruine wird jetzt abgerissen. Wann neu gebaut wird, ist nicht klar Foto: Leuschen

Investor: Nur zwei Flächen für Neubau vermietet. Jetzt ist er raus

Hamburg. Das marode Hertie-Haus wird endlich abgerissen – das ist die gute Nachricht. Im ehemaligen Kaufhaus sind bereits die Abbruchtrupps unterwegs, bis Oktober soll der „Schandfleck“ verschwunden sein. Doch die Freude darüber, dass der jahrelange Stillstand endlich beendet ist, wird überschattet von einer neuen Hiobsbotschaft. Zum 1. August hat die Insolvenzverwaltung der Arcandor AG, die über die Hertie-Grundstücke verfügte, den Vertrag mit dem Projektentwickler Development Partner (DP) gekündigt. Der Grund: Noch immer ist der städtebauliche Vertrag nicht zustande gekommen. Er regelt unter anderem die Nutzung der Flächen. Offenbar ist die Nutzung, die der Bezirk und DP sich erhofft haben, nicht realisierbar. Während DP mit Hertie-Immobilien an anderen Standorten sehr gute Erfahrungen bei der Vermarktung gemacht hat, läuft die Vermietung in Barmbek schleppend. Das sei nicht nur der Lage, sondern auch der verschlechterten Situation am Markt geschuldet, heißt es bei DP. „Bisher sind erst zwei Flächen im geplanten Neubau vermietet“, erklärt Sprecher Ralf Bettges.

Doch noch Gespräche?

Die Berufsgenossenschaft VBG, die auf dem Gelände des alten Busbahnhofs ihre neue Firmenzentrale baut, hat laut Bezirksamtsleiter Harald Rösler die Organisation des Abbruchs übernommen: „Insofern bestehen gute Aussichten, dass auch der Baubeginn für das neue Geschäftshaus in Nachfolge zu Hertie ohne große zeitliche Verzögerungen noch in diesem Jahr starten kann.“ Das wünschen sich auch die Düsseldorfer Projektentwickler, die gern an Bord bleiben würden, „schließlich haben wir schon zwei Jahre Entwicklungszeit investiert“, so Sprecher Bettges. Noch sei man in die Entwicklung involviert. Er geht davon aus, dass der Abriss eine neue Dynamik in die schwierige Situation bringen könnte. Wenn Bezirk und Insolvenzverwalter einen Interessenten finden, der das Projekt nach den bisherigen Vorgaben umsetzt, dann kann der Neubau mit einem neuen Investor realisiert werden. Man könnte sich aber nochmals an einen Tisch setzen und eine Einigung erzielen – wenn alle Beteiligten zu Kompromissen bereit sind. (leu)
Anzeige
Anzeige
6 Kommentare
393
Michael Kahnt aus Barmbek | 20.08.2014 | 13:01  
1.241
Elke Noack aus Rahlstedt | 20.08.2014 | 20:30  
9
B. Mü aus Barmbek | 30.09.2014 | 08:40  
1.241
Elke Noack aus Rahlstedt | 30.09.2014 | 09:38  
9
B. Mü aus Barmbek | 30.09.2014 | 09:40  
1.241
Elke Noack aus Rahlstedt | 30.09.2014 | 09:44  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige