„Hamburgs Konzept am besten“

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Lennard Danielsen: Ich habe mir die verschiedenen Konzepte der Bewerber angeschaut. Das Hamburger Konzept hat mir dabei am besten gefallen Foto: Witters

Handball-Talent Lennard Danielsen findet, Olympia wäre in der Hansestadt gut aufgehoben

Von Jörn Kammler
Dulsberg/Barmbek
Die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro sind das nächste Ziel der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Acht Jahre später wäre Lennard Danielsen (Foto) genau im richtigen Alter, um an den möglichen Spielen in Hamburg teilzunehmen, auch wenn der 19 Jahre alte Keeper der U23 des HSV Handball sagt: „Das wäre ein Traum, der aber etwas schwer zu realisieren ist. Denn bisher war ich noch in keiner überregionalen Auswahl.“
Die besten Voraussetzungen dafür findet er in Hamburg trotzdem vor. Denn der 190 Zentimeter lange Torhüter geht auf die Eliteschule des Sports und wohnt im dazugehörigen Internat in Dulsberg. Dort ist er im Kadersportprofil. Das heißt, dass er neben vier morgendlichen Sporteinheiten auch die Fächer Sportpraxis, Sporttheorie sowie Sportbiologie belegt. Abends kommen dann weitere vier Trainingseinheiten bei der U23 des HSV Handball hinzu. Dort steht Lennard seit eineinhalb Jahren im Tor, obwohl er noch in der A-Jugend spielen könnte. Zudem bietet der HSV Handball alle zwei Wochen ein Sondertraining für seine Top-Talente unter der Leitung des Profi-Trainers an.

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traffer Tagesplan


Ein normaler Tag sieht dann oft so aus: Aufstehen um 7.15 Uhr, danach frühstücken und von 8.00 bis 9.30 Uhr Training am Olympiastützpunkt. Von 10.00 bis 16.00 Uhr Unterricht, danach ein spätes Mittagessen und dann die Hausaufgaben oder etwas Freizeit. Gegen 18.30 Uhr geht es schon wieder Richtung Volksbankarena, wo von 19.30 bis 21.15 Uhr trainiert wird. Danach zurück ins Internat und gegen 23.00 Uhr ab ins Bett. „Viel Zeit für andere Aktivitäten gibt es da nicht. Aber wenn es passt, treffe ich mich mit Freunden oder spiele mal eine Runde Golf“, berichtet Lennard. Wenn Not am Mann ist, springt er auch schon mal bei den Profis ein. So kam Lennard bereits zu seinem ersten Bundesliga-Spiel. Und das sogar gegen den THW Kiel. „Das war ein tolles Erlebnis. Normalerweise sehe ich die Spiele der Profis nur im Fernsehen oder erlebe die beeindruckende Atmosphäre in der Halle. Wenn es die Zeit überhaupt zulässt“, so der 19-Jährige.
Die Stimmung war es auch, die Lennard Danielsen bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London 2012 am meisten fasziniert hat, ebenso wie die Leistung von Robert Harting. „Aber ich interessiere mich vor allem für alles, was mit einem Ball zu tun hat“, lässt Lennard wissen.

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lympia im Unterricht


Das Thema Olympische Spiele und Paralympics wird an der Eliteschule des Sports auch abiturrelevant behandelt. Und der Keeper ist überzeugt, dass die Spiele 2024 in Hamburg gut aufgehoben wären: „Ich habe mir die verschiedenen Konzepte der Bewerber angeschaut. Das Hamburger Konzept hat mir dabei am besten gefallen und war am schlüssigsten. Mit dem neuen Stadtteil auf dem Kleinen Grasbrook und den Spielen auf dem Wasser, mitten in der Stadt. Und dass fast alle Sportstätten im Umkreis von zehn Kilometern liegen, ist einfach richtig cool.“ Der Deutsche Olympische Sportbund entscheidet am 21. März, ob Hamburg oder Berlin als Ausrichterstadt ins Rennen geschickt wird.
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