Hanse-Umweltpreis vergeben

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Strahlende Gewinner mit Jury: Alexander Porschke (li.), hinter Dagmar Berghoff (Mitte) Staatsrat Holger Lange, Claudia Sewig und Klaus Denart (v. li.). Foto: Haas

Drei Projekte von Globetrotter prämiert

Barmbek. Strahlende Gewinner gab es am vergangenen Sonntag am Wiesendamm. Mit dem Hanse-Umweltpreis 2012 des NABU Hamburg wurden wieder drei Initiativen im Haus der Firma Globetrotter ausgezeichnet, die den Preis mit jährlich 6.000 Euro dotiert. Für die Klimaschutzsiedlung Klein Borstel nahm Oliver Wankel den ersten Preis entgegen. Die Siedlung ist seit 2008 ein autofreies Wohnprojekt. Es zeige vorbildlich, wie sich Bauen und Klimaschutz miteinander vereinbaren lassen, so die Begründung der Jury. Durch die Passivhausbauweise und die Autofreiheit liegen die klimaschädlichen Emissionen der 80 Bewohner weit unter dem Durchschnitt in Hamburg.
Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium erhielt für sein Engagement in der Bachpatenschaft „Lebendige Engelbek – Lernen im Fluss“ den zweiten Preis.
Und Hans-Hermann Harms wurde dafür ausgezeichnet, dass er ein Mini-Biotop von zehn Quadratmetern für seltene Berg- und Teichmolche in einem Kleingartenteich retten konnte: So entstand „Hamburgs kleinstes Naturschutzgebiet“.
Allen Initiativen, die sich beworben hatten, dankte Globetrotter-Seniorchef Klaus Denart für ihr privates Engagement. „Dieses Engagement wollen wir mit dem Preis würdigen“. Mit einem kurzen Rückblick auf die Verdi-Veranstaltung am vergangenen Sonnabend – gegen den vor Gericht erreichten Stopp der Elbvertiefung durch Hamburger Naturschutzverbände – betonte NABU-Chef Alexander Porschke, dass Arbeit und Umwelt eben nicht gegeneinander ausgespielt werden dürften.
Ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit biete dagegen das Globetrotter-Team als Partner des NABU seit Jahrzehnten. 40.000 Mitglieder des NABU stünden für ehrenamtliche Naturschutzarbeit, ihr Engagement erfolge meist nicht im öffentlichen Rampenlicht und sei dennoch unbezahlbar.
„Trotzdem würden wir uns freuen, wenn in die Naturschutzarbeit mehr öffentliche Gelder fließen würde.“ sagte Porschke an die Adresse von Staatsrat Holger Lange von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Lange erwiderte in seiner Rede, das Engagement des NABU und anderer Hamburger Naturschutzverbände sei tatsächlich nicht hoch genug einzuschätzen. „Der Hanse-Umweltpreis zeigt hier breit gefächerte Ansätze mit Mitmacheffekt.“
Dagmar Berghoff sprach den anwesenden Naturschützern, die leer ausgingen, Mut zu und empfahl ihnen sich im nächsten Jahr wieder zu bewerben. (wh)

Info: NABU-Hamburg
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