Hilfe in Kamerun

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Behinderung ist in Kamerun – wie in vielen Entwicklungsländern – immer noch ein großes Tabu.Foto: hfr

Freiwilligenarbeit in Afrika

Hamburg-Nord. Reisetagebücher hat Ramona Eckardt stapelweise, Fotos von fernen Ländern zieren die Wände ihres Zimmers, ebenso eine große Weltkarte. Neben Australien und Indien, hat die 25-Jährige auch schon Tansania besucht. Im Sommer will die am UKE beschäftigte Krankenschwester nach Kamerun aufbrechen. Touristische Aktivitäten werden bei ihrem einjährigen Aufenthalt in dem westafrikanischen Land aber hintenan stehen. Denn Ramona Eckardt wird sich als Freiwillige in der Entwicklungszusammenarbeit um behinderte Kinder und Jugendliche kümmern und Aufklärungsarbeit leisten. Mit Behinderung kam sie früh in Berührung. Als kleines Mädchen begleitete sie ihren Bruder zum heilpädagogischen Voltigieren, half dort mit. Sie arbeitete bei der Alsterdorfer Assistenz in einer Wohngruppe für Körperbehinderte. „Das macht mir Spaß“, sagt sie. Ihren Beruf als Krankenschwester ergriff sie bereits mit dem Wunsch, später einmal in der Entwicklungshilfe zu arbeiten. „Mein Traum wird sich bald erfüllen.“ Im Juli fliegt die 25-Jährige nach Kamerun. Die Kleinstadt Baham mit rund 6000 Einwohnern ist ihr Ziel. „Ich werde in einem Zentrum für körperbehinderte Kinder und Jugendliche tätig sein, die dort leben und zur Schule gehen beziehungsweise eine Ausbildung machen“, erzählt sie. Als Krankenschwester wird sie vor allem für pflegerische Aufgaben eingesetzt, möchte aber auch gern in der Schule mithelfen. In dem Zentrum des Vereins Association Humanitaire Pour la Promotion des Personnes Vulnérables leben 19 Schützlinge im Alter zwischen 8 und 28 Jahren. „Einige von ihnen sind von ihren Familien verstoßen worden. Denn Behinderung ist in Entwicklungsländern wie Kamerun immer noch ein großes Tabu“, weiß Ramona Eckardt. Behinderte dort würden von ihren Familien als lästig angesehen. „Da ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig.“ (ag/hfr)

Wer für das Projekt spenden möchte, kann seinen Wunschbetrag unter dem Stichwort „Spende-bezev2013/WB“ auf das Konto 80 40 703 von Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V. bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00) einzahlen.
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