Hilfe, wenn es um Pflege geht

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Pflegestützpunkt im Bezirksamt berät Pflegebedürftige und Angehörige kostenlos

Hamburg-Nord. Die Situation trifft so manche Angehörige von älteren Menschen ganz unvorbereitet: bei Oma, Opa oder den Eltern verschlechtert sich der Gesundheitszustand dramatisch, oft durch ein plötzlicher Ereignis. Was tun? Auf diese Frage wissen viele Töchter und Söhne so schnell keine Antwort. Die aber haben die Pflegestützpunkte der Bezirksämter. Seit 2009 gibt es diese Einrichtung auch im Bezirksamt Hamburg-Nord, Kümmellstraße 7-9. Fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen und Sozialversicherungsangestellte, beraten in allen Angelegenheiten rund um Pflege, mit Ausnahme von juristischen Aspekten. Pflegebedürftige und deren Angehörige können sich im Pflegestützpunkt melden und oft auch kurzfristig einen Termin vereinbaren. „Wir analysieren mit den Menschen, die uns kontaktieren, die Situation der älteren Menschen, fragen uns: Was geht? Was ist vorhanden? Und geben Entscheidungshilfen“, erzählt Babette Lange, eine der Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes, gern auch bevor es eine Dringlichkeit zum Handeln gibt. „Wir unterstützen die betroffenen Menschen auch in ihrer häuslichen Situation, besuchen sie zuhause, wenn sie nicht zu uns ins Bezirksamt kommen können“, ergänzt ihre Kollegin Eva Sage. Wenn eine stationäre Unterbringung unumgänglich ist, informieren die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes über entsprechende Einrichtungen im Bezirk Hamburg-Nord und deren Kapazitäten, laden zu Heimtouren im Kleinbus ein, die das Bezirksamt Hamburg-Nord anbietet. Die nächste findet am Mittwoch, 16. Oktober, statt. Anmeldungen werden unter t 4 28 04 - 20 65 entgegengenommen. „Wir begleiten die älteren Menschen mit unseren Beratungen auch über einen längeren Zeitraum“, berichtet Babette Lange. Sie und ihre Kollegen organisieren außerdem Hilfsmittel für die älteren Menschen, helfen beim Ausfüllen von Anträgen, formulieren Widersprüche. Mitunter werden die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes auch als Mediatoren aktiv, vermitteln zwischen Pflegebedürftigen und Angehörigen. „Für uns stehen immer die Betroffenen im Mittelpunkt. Angehörige treffen manchmal zu schnell Entscheidungen“, berichtet Eva Sage. (ch/wb)

Der Pflegestützpunkt bietet Sprechzeiten am Montag von 8 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 18 Uhr an. Es können individuelle Beratungen verabredet werden, Tel.: 42899-1060, oder pflegestuetzpunkt@hamburg-nord.hamburg.de
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