Im Bett mit Weinlig-Hagenbeck

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Herbergssuche im Eismeer. Tierparkchef Joachim Weinlig-Hagenbeck und Theaterintendantin und Bürgerschaftsabgeordnete Isabella Vértes-Schütter gehen mit gutem Beispiel voran und fragen die Hamburger „Koje frei für Gäste des Kirchentages?“ Foto: Krause

Intendantin auf unbiblischer Herbergssuche

Hamburg-Nord. Die Grenzen des Anstandes wurden zu keinem Zeitpunkt überschritten. Dennoch war der Eismeer-Auftritt von Isabella Vértes-Schütter gleich in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich „Das ist seit langem mein lustigster Fototermin“, erklärte sie lachend, als sie sich mit Tierparkchef Joachim Weinlig-Hagenbeck zur symbolischen Schlüsselübergabe ins Kirchentagsbett vor der großen Glasscheibe des Eismeerbeckens begab.
Denn Hauptperson war die Walrossdame Neseyka, die in dem 2,3 Millionen Liter Wasser fassenden, bis 7,20 Meter tiefen Becken trotz ihres stattlichen Gewichts von über 550 kg fast schwerelos ihre Kreise zog. Sie und die Protagonisten galt es gleichzeitig ins Bild zu bekommen. Hagenbeck ist geradezu der ideale Ort in Hamburg, um auf den Kirchentag aufmerksam zu machen und auf Herbergssuche zu gehen. Denn in der Bibel tummeln sich rund 130 Tiere. Und die Herbergssuche, die Krippe mit Ochs und Esel, ist weltweit fester Bestandteil der weihnachtlichen Krippenspiele. Esel, die hat Hagenbeck natürlich genau so zu bieten wie die biblischen Schlangen und Elefanten.
Als Politikerin hätte sich Isabella Vértes-Schütter vielleicht auch, wie der biblische Daniel, in der Löwengrube wohl gefühlt.

Wallross-Partnerin

Mit der Walrossdame als ‚Partnerin‘ wählt die Chefin des Ernst Deutsch Theaters ein Tier aus, das auch ohne biblischen Hintergrund auf bestem Wege ist, wie weiland Antje die Herzen der Hamburger zu erobern. Erobern und begeistern möchte sie die Hamburger für die Bereitschaft, den Kirchentagsbesuchern ihre Wohnungen und Häuser zu öffnen, ‚Kojen‘ zur Verfügung zu stellen. Sie hat nicht nur vom Hagenbeck Geschäftsführer einen symbolischen Schlüssel für die von ihm angebotenen ‚Kojen‘ entgegengenommen.
„Natürlich werde auch ich selber Kirchentagsbesucher aufnehmen“, erklärte sie dem WochenBlatt, „Ich weiß aus eigenem Erleben wie gut es tut, nach einem langen Kirchentagsbesuch in Ruhe schlafen zu können.“ Tierparkchef Joachim Weinlig-Hagenbeck fügte hinzu: „Gastfreundschaft und Weltoffenheit gehören einfach zu Hamburg – genauso wie Hagenbeck. Und ich freue mich darauf, wenn viele Kirchentagsbesucher auch den Weg zu uns finden!“ (fjk)

Zum 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag werden mehr als 100.000
Dauerteilnehmer erwartet. Wer ein Bett anbieten möchte, kann das im Internet Kirchentag oder unter Tel.: 040-430 93 12 00 tun.
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