In Aktion mit Ministerin Özoguz in Hamburg

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Dr. Ulf Gebken, Aydan Özoguz, Jimmy Hartwig, Jussi Romppanen, Gerhard Wolfer, Fulya Antakli (v.l.) und die „Kicking Girls“  Sophie, Kudy, Nina, Nauzhin, Ria, Cheyenne (Mitte von links); Nika, Jasmin, Nadine, Hadir und Mojda (vorne von links) Foto: Rebaschus

„Kicking Girls“-Projekt in der Schule am Edwin-Scharff-Ring

Hamburg. Der Bezirk Wandsbek zeigte sich einmal mehr ganz international: Zum Aktionstag „Schule, Sport, Integration“ stand eine Fußballmannschaft mit elf Mädchen aus sieben Nationen bereit, um Aydan Özoguz zu empfangen. Eine Art Heimspiel für Aydan Özoguz: Die Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration ist Wandsbekerin, genauer gesagt wohnt sie in Oldenfelde, und die elf Mädchen der „Kicking Girls“ besuchen die Ganztagsgrundschule Edwin-Scharff-Ring („E-S-R“). Richtig heimelig wurde es jedoch mit Ex-HSV-Fußballprofi Jimmy Hartwig, der als Gast und Integrationsbotschafter des Deutschen Fußball-Bundes mit seinem Charme wie ein Gute-Laune-Bär die Herzen sofort eroberte. 
„Elf Freunde müsst ihr sein!“ Mit diesem Satz von Trainerlegende Sepp Herberger (1897 - 1977) eröffnete Aydan Özoguz ihre Rede und berichtete dann gleich Persönliches: Dass ihre Tochter am Wochenende beim Fußball zwei Meter vor dem Tor stehend daneben geschossen hat. Das sei bitter, doch die anderen in der Mannschaft dürften so etwas nicht kritisieren. In solchen Situationen heiße es Zusammenhalten. „Das geht nur im Team!“ Wie wichtig die Bundesregierung das Projekt Integration durch Sport nimmt, zeige die Summe von 5,4 Millionen Euro mit denen jährlich 750 Stützpunktvereine in der gesamten Bundesrepublik gefördert werden.

Mädchen mehr Selbstvertrauen geben

An der Steilshooper Schule geht es bei den Projekten darum, die Lebenssituation von Mädchen mit Migrationshintergrund mithilfe des Fußballs verbessert werden. Die Mädchen haben bei Turnieren und im Training die Chance, sich mit anderen zu messen und Selbstbewusstsein aufzubauen. Weiterhin können sie auch die Ausbildung zur Fußballassistentin machen und später ihre Fähigkeiten an Jüngere weitergeben. Schirmherr ist neben anderen auch Hamburgs Innen- und Sportsenator Michael Neumann.
Bei den „Kicking Girls“ spielen bundesweit wöchentlich mehr als 3000 Mädchen Fußball. „Jährlich lassen sich mehr als 180 neue Coaches ausbilden, und zu jedem Turnier kommen durchschnittliche 85 motivierte Mädchen“, heißt es in einer neuen Informationsbroschüre des Instituts „Integration durch Sport und Bildung“.
„Mit dem Projekt werden die Mädchen auch in die Vereine geholt“, sagt Aydan Özoguz. Das sei eines der wichtigen Ziele. „Denn wir haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Kinder, deren Wurzeln in anderen Ländern liegen, häufig nicht im Verein sind.“ Das gelte ganz besonders für Mädchen. 22 Schulen sind bundesweit bei den „Kicking Girls“ dabei. Aydan Özoguz versprach, auch mal bei einem Spiel der „Kicking Girls“ der E-S-R dabeizusein. (reba)
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