In Gemeinschaft gärtnern

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Beate Scheepker, Clara Sonntag, Ute Volkert, Omar Ibrahim und Peter Grauvogel (v. l.) Foto: cb

Pflanzsaison beim Urban Gardening Projekt „Fuhlsgarden“ hat begonnen

Barmbek Nach der langen Winterpause kribbelte es ihnen schon in den Fingern, jetzt fand bei strahlendem Sonnenschein der Auftakt in die neue Saison statt: Das Barmbeker Urban Gardening-Projekt „Fuhlsgarden“ macht die Beete fit fürs Frühjahr. „Heute haben wir schon vieles ausgesät: Spinat, Zwiebeln, Möhren, Kapuzinerkresse“, zählt Peter Grauvogel auf. „Weiteres keimt auf unseren Fensterbänken zuhause vor und wird ausgepflanzt, wenn es etwas wärmer ist.“ Zwar ist er auf dem Lande aufgewachsen, „Garten“-Erfahrung hatte er aber bisher nur mit Tomaten, die er in Barmbek auf seinem Balkon gezogen hat. Jetzt freut er sich darüber, dass sogar schon im März etwas geerntet werden kann: „Der Feldsalat ist im Supermarkt so teuer, hier wächst er fast von alleine“, zeigt er auf eine Handvoll des knackigen Grüns. Das Projekt Fuhlsgarden ist das erste seiner Art in Barmbek und für jeden offen. Im vergangenen Jahr ist das ehrenamtliche Gartenprojekt auf dem rund 2.400 Quadratmeter großen Grabeland an der Steilshooper Straße, Ecke Langenfort an den Start gegangen. Das Gelände neben dem ehemaligen Wendebecken hat die benachbarte Kita „Die kleinen Strolche“ seit Längerem als Naturspielfläche von der Stadt gepachtet. Finanziell werden sie vom Bezirk unterstützt. Wer mitmachen möchte, kommt einfach dazu, wie er Zeit hat. Beim gemeinsamen Buddeln, Pflanzen, Jäten, Gießen und Ernten treffen sich Menschen verschiedener Generationen und mit unterschiedlichen Vorkenntnissen. „Es macht einfach Spaß, hier Leute aus der Nachbarschaft kennen zu lernen“, findet Peter Grauvogel. Neu im Team sind Bewohner der Flüchtlingsunterkunft am Dakarweg. „Zuhause hatten wir einen kleinen Garten mit Bananen, Blumen und einem Orangenbaum“, erzählt der aus dem Irak stammende Omar Ibraim. Der Ausflug an den Langenfort ist für ihn eine willkommene Abwechslung. Nach getaner Arbeit wärmen sich die 16 Frauen und Männer, die an diesem Sonntagnachmittag gekommen sind, rund um ein Lagerfeuer auf. Einige haben etwas zum Essen und Trinken mitgebracht, über dem Feuer wird gegrillt. Es wird geklönt und viel gelacht, so wie nun wieder an fast jedem Sonntag. Einen Schnuppertermin für neue Interessierte gibt es am 3. April ab 15 Uhr. (cb)

Weitere Informationen bietet auch die Homepage des Projekts: www.fuhlsgarden.de
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