Internationalität ist gefragt

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Sind seit sechs Monaten ein Team: Mustafa Yilmaz (40), Dr. Sabine Meyer (63), Eva Ruppel (31) und Mustafa Özdes (31, v.li.n.re.) Foto: Flüß

Erstmals legen Alsterring-Gymnasiasten Abitur ab

Barmbek Es ist wohl einer der kleinsten Abiturjahrgänge in Hamburg und eine Premiere am Alsterring Gymnasium (ARG): In diesem Jahr legen die ersten Schüler der 2008 gegründeten Privatschule im Wittenkamp ihr Abitur ab. „Das ist sehr aufregend, wir fiebern alle mit!“, freut sich Eva Ruppel aus dem vierköpfigen Schulleitungs-Team. Bei der Vorbereitung kommen die fünf Schüler teilweise in den Genuss von Einzelunterricht. „Individuelle Wege zum Abitur“ lautet das Motto der staatlich genehmigten Schule in privater Trägerschaft. „Nächstes Jahr werden es deutlich mehr sein, unsere Schule wächst“, so Schulleiterin Dr. Sabine Meyer. Mehr als 22 Kinder sollen es pro Klasse aber dennoch nicht werden, so das Konzept der Schule. Rund 107 Schüler besuchen derzeit das Alsterring Gymnasium. „In Stadtteilschulen sind es teils bis zu 1.000 Schülern. Hier kennt jeder jeden, niemand geht in der Masse unter und es gibt sehr gute Fördermöglichkeiten“, so Eva Ruppel. Ein Schwerpunkt des ARG liegt auf der sprachlichen Förderung, denn „wir wünschen uns eine heterogene, internationale Schülerschaft.“ Viele Kinder haben einen Migrationshintergrund. Sie kommen aus dem Iran, dem Sudan, Afghanistan, Vietnam oder Tschechien oder haben türkische Wurzeln und wachsen zweisprachig auf. In der mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren jungen Lehrerschaft sind Pädagogen aus der Türkei, Chile, Kolumbien und Kirgisien vertreten. „Bei der Aufnahme eines Schülers gucken wir nicht nur auf die Noten. Uns ist das Sozialverhalten besonders wichtig“, erklärt Geschäftsführer Azizbek Turdaliev. Dieses hat auch im Schulbetrieb einen hohen Stellenwert. So kümmern sich im „Free Child Club“ ältere Schüler um die Jüngeren, helfen bei Hausaufgaben, schlichten Streit und verleihen in den Pausen Sportgeräte.

Engagieren ist wichtig


Zukünftige Schüler sollten außerschulische Aktivitäten in Vereinen oder Ehrenämtern nachweisen können. Seit den Sommerferien ist ein vierköpfiges Team mit der Leitung des ARG beauftragt. Nach sechs Monaten ziehen die Schulleiter eine positive Bilanz: „Schüler, Lehrer und Eltern haben so klare Ansprechpartner, von denen jeder auf einem Gebiet spezialisiert ist. Jeder von uns unterrichtet, so dass wir einen engen Kontakt zu den Schülern haben. Das klappt sehr gut“, resümiert Sabine Meyer. Der Besuch des ARG kostet monatlich 270 Euro. Davon entfallen 200 Euro auf das Schulgeld, 50 Euro auf das Essen aus der eigenen Produktionsküche und 20 Euro auf soziale Projekte. Für Familien, die sich diesen Betrag nicht leisten können, gibt es eine soziale Staffelung. (flü)

Informationen auf www.alsterring-gymnasium.de
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