Jungvögel – meistens sind die Eltern in der Nähe

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Dieser kleine Grünfink muss mit der Hand aufgezogen werden Fotos: wb
Hamburg. Es ist jedes Jahr das Gleiche: Beim Hamburger Tierschutzverein werden im Frühsommer mehr als tausend Jungvögel abgegeben, weil sie vermeintlich verletzt oder von den Eltern verlassen am Boden hockten - hilflos, wie viele glaubten. Dabei sind diese Jungvögel gerade flügge und unternehmen nun erste Flugversuche, die häufig am Boden enden. Das rührt natürlich das Mitgefühl vieler Menschen, die meinen, diesen armen Küken muss unbedingt geholfen werden.
Dabei sind die Eltern dieser jungen Piepser meist in der Nähe und lassen ihren Nachwuchs nicht aus den Augen. „Es ist sicher gut gemeint, aber der überwiegende Teil der bei uns eingelieferten Vögel hätte keine Hilfe gebraucht“, erklärt Manfred Graff, 1. Vorsitzender des Tierschutzvereins. Wenn die Vögel dann aber in der Tierpflegestation aufgenommen werden, müssen sich die Tierpfleger rund um die Uhr um die Küken kümmern - ein aufwändiges und personalintensives Prozedere (siehe auch Seite 14). Also: Lieber zweimal hinschauen, nach den Eltern Ausschau halten, die Jungvögel wenn nötig auch vom gefährlichen Straßenrand in die schützende Böschung umsetzen, bevor sie als „Pflegefall“ ins Tierheim gebracht werden. (ks)
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