Kein Ende in Sicht

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Barmbeks Awo-Chef Wilfried Buss zeigt die Endlos-Baustelle am Bahnhof Barmbek
Hamburg: Bahnhof Barmbek |

Frust bei Fahrgästen: „Bahnhof wird nicht fertig“

Von Michael Hertel
Hamburg „Schauen Sie hier! Seit anderthalb Jahren kann man weder den neuen Aufzug noch eine Rolltreppe benutzen – ein Skandal.“ Wilfried Buss (65) zeigt auf den eingebauten, aber offensichtlich noch nicht betriebsfertigen Aufzug auf der S-Bahnseite des Bahnhofs Barmbek. Der Vorraum ist mit provisorischen Baustellengittern abgesperrt. Dahinter sind allerlei Baugerätschaften und Materialien gelagert. Buss: „Hier wird immer wieder Müll von Passanten auf die Baustelle geworfen wird.“

Der Bahnhof Barmbek, einer der wichtigsten Umsteigebahnhöfe Hamburgs (U 3, S 1, S 11), beschäftigt SPD-Mitglied Buss seit Beginn seiner politischen Laufbahn, erst als Bezirksabgeordneter von Hamburg-Nord und Ortsausschussmitglied in Barmbek-Uhlenhorst, später (2001 bis 2011) als Bürgerschaftsabgeordneter, bevor ihn eine schwere Krankheit zurückwarf. „Um die Jahrtausendwende gab es hier einige düstere Pinkelecken. Das ist glücklicherweise vorbei. Die Hochbahn hat viel für die Modernisierung getan. Jetzt wird es aber Zeit, dass auch die Deutsche Bahn mit ihrem Teil in die Hufe kommt.“

Keine Aufzüge

Dem Awo-Vorsitzenden geht es vor allem um den behindertengerechten Ausbau: „Der Bahnhof Barmbek wird nicht fertig und der S-Bahnhof Alte Wöhr gerade total umgebaut. Das bedeutet, dass Behinderten und alten Menschen beide Haltestellen nicht zur Verfügung stehen.“ Wie zum Beweis stoppt eine Frau mit Rollator vor den Treppenstufen. „Die muss jetzt auf die Hochbahn-Seite wechseln und dann um den ganzen Bahnhof herum gehen“, erklärt Buss.
Der Deutschen Bahn scheint das Problem Barmbek schwer im Magen zu liegen – Pressesprecher Egbert Meyer-Lovis: „Wir sind selbst sehr unzufrieden mit den Abläufen. Ich kann mich nur bei den betroffenen Kunden entschuldigen. Wenn alles klappt, werden wir den Aufzug in den nächsten Wochen in Betrieb setzen können. Anders sieht es an der Station Alte Wöhr aus. Da sind wir froh, das Projekt überhaupt zu realisieren, liegen dabei voll im Plan.“
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