Kleine Gewässerkunde – Teil 1

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Gartenfreunde am Stölpchensee: Horst Tietze (li.) und ein Gartenfreund.Foto: Burmeister

Juwel im Kleingartengebiet: Der Stölpchensee

Von Britta Burmeister
Bramfeld. Direkt an der Grenze von Bramfeld und Farmsen, dort wo die Osterbek aus der Erde sprudelt, liegt –umringt von blühenden Gärten – ein malerisches Gewässer, das Varietékünstler aus Berlin einst „Stölpchensee“ tauften. Im Gegensatz zu seinem „Bruder“, dem benachbarten Strandbad Farmsen, befindet sich das Gewässer bis heute im Privatbesitz und ist öffentlich nicht zugänglich.
Für die Mitglieder des Kleingartenvereins Gartenfreunde Stölpchensee ist der kleine See ein echtes Juwel, das entsprechend liebevoll gepflegt wird. „Wir haben in den letzten 20 Jahren rund 30.000 Euro in den See investiert“, berichtet Horst Tietze, der seit 1972 eines der ehemaligen Behelfsheime in der Kleingartensiedlung bewohnt. Sogar eine Spezialanlage zur Reinigung des Wassers wurde angeschafft. Der Aufwand hat sich gelohnt: Heute ist der Verein stolz auf die Trinkwasserqualität, die der Stölpchensee bei den regelmäßigen Messungen aufweist. Die anliegenden Kleingärten genießen einen Ausblick, der in Bramfeld seinesgleichen sucht. Bei schönem Wetter kann im See gebadet werden. Ab und zu veranstaltet der Kleingartenverein einen Angeltag. Auf den Stegen rings um den See werden dann die Angeln ausgeworfen. Abends wird der Fang dann im Gemeinschaftshaus zubereitet und gemeinsam verzehrt. Entstanden ist der Stölpchensee in den 20-er Jahren, als die Ziegeleigruben der Firma Vogel und Halske durch einen Wassereinbruch geflutet wurden. Eine alte Legende erzählt von den Goldstücken eines Arbeiters, der sein Hab und Gut in der Arbeitsgrube zurücklassen musste. Ob an der Geschichte etwas dran ist, weiß auch Horst Tietze nicht mit Gewissheit zu sagen. Gehoben wurde der Schatz vom Stölpchensee jedenfalls noch nicht. Egal. Der eigentliche Schatz – da ist man sich im Kleingartenverein einig – ist der See selbst.
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