Kogge im Kreisverkehr

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Der Kaufmann Achim Becker sitzt in seinem Büro im fünften Stock im Störtebeker-Haus in der Süderstraße. Im Hintergrund hängt ein Bild der Störtebeker-Kogge. Foto. Röhe

Ein Kaufmann finanziert den Bau der Störtebeker-Säule

Von Matthias Röhe
Hamm-Süd. Es gehört zu den schönsten Prachtbauten Hamburgs: das Störtebeker-Haus, welches 2005 vom Kaufmann Achim Becker am Borstelmannsweg Ecke Süderstraße eröffnet wurde. Ein ebenso schöner Prachtbau könnte die neue Störtebeker-Säule werden, die genau vor dem Störtebeker-Haus in diesen Tagen gebaut wird. Der Stadtteil macht weit über die Stadtgrenze von sich reden: die Süderstraße, die zahlreichen Autohändler in den verschiedenen Seitenstraßen, die Kaffeerösterei Tchibo, das Tierheim des Hamburger Tierschutzvereins. Im Herbst wird auch die Störtebeker-Säule von sich reden machen und für viel Gesprächsstoff sorgen.
„Vor etwa zehn Jahren spielte ich mit dem Gedanken, dass man Klaus Störtebeker in einer besonderen Form ehren könnte. Da kam mir die Idee mit einer Säule“, sagt Achim Becker, Geschäftsführer der Münzhandelsgesellschaft mbH Emporium Hamburg.
Der Kaufmann hat sein Büro im fünften Stock des Störtebecker-Hauses und schaut quasi auf den davor befindlichen Kreisverkehr. „Die Grünfläche mitten auf der Verkehrsinsel bot sich in meinen Augen ideal als Standort für die Säule an“, erläutert Achim Becker. Er stellte einen Bauantrag. Das er damit eine Lawine von Bürokratie in Gang setze, war dem Geschäftsmann zunächst nicht klar. „Bauamt, Tiefbauamt, Liegenschaftsamt bis schließlich zum Hamburger Wasserwerk – es war eine enorme Arbeit“, sagt Achim Becker. Unter dem Kreisverkehr befinden sich diverse Abwasserkanäle und Siele, die beim Bau der Säule nicht beschädigt werden dürfen. Es mussten Lösungen gefunden und Genehmigungen eingeholt werden. „Aber der Aufwand lohnt sich“, ist sich Kaufmann Achim Becker sicher. „Wir beschäftigen etwa 90 Mitarbeiter in unserem Unternehmen. Jeder einzelne hält sich etwa neun Stunden in unseren Büros auf. Deshalb sorgen wir dafür, dass unsere Arbeitszimmer eine Art Wohlfühloase sind.“ 13.000 Quadratmeter umfasst das Störtebeker-Haus und mit der 14 Meter hohen Granitsäule, auf deren Spitze ein Modell von Störtebekers Kogge seinen Platz haben wird, kommt ein weiterer großartiger Bau hinzu. Zurzeit steht inmitten des Kreisverkehrs ein zwölf Meter hoher, blauer Stahlpfeiler, der als Gerüst fungiert. Die Säule selbst wird dann samt Kogge insgesamt 14 Meter hoch sein. Die Spitze erreicht fast die Höhe des Fensters, aus dem Achim Becker fast täglich aus seinem Büro schaut. „Ich freue mich auf die Fertigstellung“, sagt der Kaufmann. Es ist eine ideale Ergänzung des Störtebeker-Ensembles:
Nachdem der Freibeuterkapitän als Namenspate für das Gebäude diente, ist die etwa drei mal drei Meter große Kogge aus Kupfer, die dieSpitze des Bauwerks zieren wird, ein Modell des Störtebeker-Schiffs. (mr)
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