Kontrollen abgelehnt

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Zwei der insgesamt vier Fahrzeuge des Bezirklichen Ordnungsdienstes Wandsbek Foto: Glitz
Bramfeld. Trotz Kritik von Anwohnern, die sich durch Hunde am Bramfelder See attackiert fühlen (wir berichteten), sieht sich das Bezirksamt Wandsbek offenbar nicht in der Lage, stärker zu kontrollieren.
„Auch meine Freundin ist hier schon beim Joggen am Bramfelder See von einem frei laufenden Hund angesprungen worden“, sagt Sandro Kappe, für die CDU im Regionalausschuss Bramfeld. Ähnliche Vorfälle häuften sich in dem Naherholungsgebiet, auch Kampfhunde ohne Maulkorb wurden beobachtet. Die CDU Bramfeld/Steilshoop stellte deshalb den Antrag, der Bezirkliche Ordnungsdienst (BOD) möge doch rund um den Bramfelder See regelmäßig kontrollieren, vor allem abends. Das Bezirksamt Wandsbek bat die CDU-Fraktion daraufhin jedoch, den Antrag zurückzunehmen: Aufgrund des derzeitigen Krankenstandes gebe es nicht genug Personal beim BOD. Der Bezirk sei sehr groß, man könne sich deshalb nicht verstärkt um Bramfeld kümmern. Die CDU zog ihren Antrag daraufhin zurück. Lokalpolitiker Sandro Kappe sorgt sich auch um den Erhalt des Biotops in Bramfeld. Der Bezirk darf nicht an der Sicherheit der Bürger sparen“, so CDU-Politiker Kappe. Er fordert zusätzliche Stellen für den BOD, dies durchzusetzen sei aber wohl schwierig angesichts der Sparpläne des Senates.
Nach Angaben des Bezirksamtes Wandsbek hat der Ordnungsdienst derzeit 19 Mitarbeiter, die in der Herthastraße in Bramfeld untergebracht sind. Zu den Aufgaben des BOD zählen die Überwachung des ruhenden Verkehrs, Verbesserung der Sauberkeit im Stadtbild und die Überwachung der Grün- und Erholungsanlagen. Für die Kontrolle von Hunden haben die bezirklichen Ordnungshüter ein Chiplesegerät dabei, sie sind aber auch mit Funkgeräten, Handschellen und Pfefferspray ausgerüstet. Höchste Priorität für die Einsätze haben laut Bezirksamt Hinweise von Bürgern.

„Sehr anspruchsvolle Aufgaben“

Die vielen Aufgaben und die Größe des Bezirkes mache die Arbeit des BOD zu einer „sehr anspruchsvollen Aufgabe“, räumt Bezirkssprecherin Lena Voss ein. Es sei nicht zu bestreiten, dass ein größerer Personalkörper mehr Flexibilität ermögliche. Die Aufgaben des BOD stehen laut Bezirksamt „nicht zur Disposition“.
Aber: Eine Reorganisation des Ordnungsdienstes sei nicht ausgeschlossen. Es werde derzeit „ergebnisoffen“ geprüft und beraten. (rg)
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