„Kräuterhexe“ gibt Kurse

Anzeige
Ursula Axtmann zeigt eine „Wilde Karde“. Eine Tinktur aus der Wurzel dieser Pflanze soll bei Borreliose helfen. Foto: Lublow
 
Die Nachtkerze ist eine Heilpflanze, die vor allem bei Wechseljahresbeschwerden zum Einsatz kommt. Fotos: Lublow

Bramfelderin klärt über heilende Wirkung von „Unkraut“ auf

Bramfeld. Brennnessel, Giersch oder Löwenzahn sind nicht gerade Gärtners Lieblingspflanzen. Sie gelten, wie viele andere Pflanzen auch, als Unkraut. Doch das war nicht immer so. Vor allem im Mittelalter kannte man den Nutzen vieler „Unkräuter“, die heute am Wegesrand im Wald oder in Parks ignoriert – und aus Gärten entfernt werden.
Dank Menschen wie Ursula Axtmann wird das Wissen um die heilende Wirkung der Wildkräuter wieder erweckt. Auf ‚Gut Karlshöhe‘ bietet die ausgebildete Heilpraktikerin Wildkräuterwanderungen mit anschließendem Seminar an. „Wildkräuter und Wildgemüse sind Nahrung und Medizin zugleich“, sagt die Hamburgerin. „Ich war früher oft erkältet und mit den herkömmlichen Medikamenten unzufrieden. Deshalb habe ich mir ein Kräuterbuch gekauft und einige Rezepte selber ausprobiert.“ Das Resultat habe sie überzeugt – genauso wie der Geschmack. „Wildpflanzen schmecken intensiver. Außerdem haben sie einen höheren Mineral- und Vitamingehalt als kultiviertes Gemüse“, weiß die 59-Jährige.
In ihren Seminaren gibt sie Tipps rund um den Gebrauch von Wildpflanzen und verrät auch schmackhafte Rezepte. „Ich koche sehr gerne mit Brennnesseln, vegetarische Brennnessel-Frikadellen oder eine Brennnessel-Tarte zum Beispiel. Die Pflanze kann wie Spinat verwendet werden und schmeckt auch so ähnlich“, sagt Ursula Axtmann. Brennnessel-Tee wirkt entschlackend und eigne sich vor allem während einer Entgiftungskur im Frühjahr.
„Brennnesseln regen die Nierenfunktion an“, weiß die Kräuter-Expertin. Pflücken sollte man die Pflanzen nur mit Handschuhen. „Wenn man sie einmal mit heißem Wasser abspült, verschwindet das Nesselgift.“ Ob Frauenmantel, Spitzwegerich, Johanniskraut, wilde Malve, Nachtkerze oder Holunderblüten – Ursula Axtmann erkennt jedes Kraut und jede Pflanze, die am Wegesrand wächst – ob im Wald, im Park oder mitten in der Stadt. Und sie weiß um ihre Heilwirkung. Dieses Wissen gibt sie in ihren Seminaren weiter. „Ich zeige, woran man die Pflanzen erkennt, wie sie zu pflücken und zu lagern sind und was daraus gemacht werden kann“, sagt die Heilpraktikerin. Salate mit Wildkräutern und essbaren Blüten zum Beispiel. Oder Hustensäfte und andere heilende Tinkturen und Tees. Die Teilnehmer erfahren so ungewöhnliche Rezepte wie „Gebratenen Holunderstrauch“. „Man taucht einen Holunderblütenzweig in Pfannkuchenteig und lässt ihn dann in der Pfanne ausbraten. Das schmeckt sehr lecker“, verrät sie. (sl)

Kräuterwanderung und Seminar auf Gut Karlshöhe am 11. August und 6. September von 15 bis 19 Uhr. Preis: 30 Euro pro Person. Wer nur an der eineinhalb stündigen Wanderung teilnehmen möchte, zahlt 9 Euro. Um Anmeldung wird gebeten. Treffpunkt ist das Gut Karlshöhe, Karlshöhe 60d. Veranstalter ist die ANU Hamburg e. V. Anmeldung ist online möglich unter:
www.gut-karlshoehe.de.
Kosten
Nur Wanderung, 1,5 Std.:
9 Euro Erwachsene, 4,50 Euro Kinder in Begleitung Wanderung + Seminar, 3,5 Std.: 30 Euro Erwachsene
Termine
11. August, Beginn: 15 Uhr, Ende: 19 Uhr, Anmeldung bis 3. August
Hinweis: Mindestteilnehmer sechs , maximal zwölf Personen
Treffpunkt: Gut Karlshöhe, Karlshöhe 60d, 22175 Hamburg
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige