Krausestraße: Umbau ab 2018

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Das Fahrradfahren ist in der Krausestraße in der Regel kein Vergnügen. Szenen wie diese, mit freier Fahrt, lassen sich allenfalls sonntags beobachten Archivfoto: wb

Straßen-Landesbetrieb will Bürger in Planungsprozess miteinbeziehen

Von Misha Leuschen
Barmbek
Je früher und besser Anwohner in die Planung von Straßenumbauten eingebunden werden, umso reibungsloser klappt es später mit der Umsetzung. Diese Erkenntnis scheint nun auch den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) erreicht zu haben. In der letzten Sitzung des Regionalausschusses Hamburg-Nord stellte der LSBG sein neues Beteiligungskonzept für bedeutende Straßenverkehrsvorhaben vor.
In den kommenden Jahren soll der gesamte Straßenzug Krausestraße, Mühlenstraße, Brauhausstraße überarbeitet werden. Grundprinzip des neuen Verfahrens ist laut LSBG zunächst die Klärung, ob das Projekt mit einer erweiterten Beteiligung vorangetrieben werden soll oder ob die bisher angewandte Form der Beteiligung ausreicht. Bei der erweiterten Form begänne der Prozess mit früher Einbeziehung der lokalen Akteure und der Bevölkerung, der Ermittlung von Ist-Zuständen und der Abfrage von Wünschen und Ansprüchen an die Planung.

Frühzeitig Kontakt zu lokalen Aktiven suchen


Auf Grundlage dieser Erhebungen würden dann Varianten für die Neugestaltung erstellt werden, wobei eine Vorzugsvariante mit den Trägern öffentlicher Belange (TÖB) abgestimmt würde. Alle Varianten würden dann öffentlich vorgestellt und diskutiert werden. Erst dann startet der übliche Planungsprozess. Der Regionalausschuss begrüßte die Beteiligung grundsätzlich, fordert darüber hinaus aber eine klare Kommunikation darüber, über welchen Zeitraum sich der Beteiligungsprozess erstrecken soll und welche Einflussmöglichkeiten die Beteiligten haben. „Die Akzeptanz von Beteiligungsprozessen steht und fällt damit, dass ausreichend breit dazu eingeladen und dabei insbesondere der Kontakt zu lokalen Aktiven, Multiplikatoren und politischen Akteuren gesucht wird“, heißt es im Petitum des Regionalausschusses. Darüber hinaus wird der LSBG aufgefordert, eine Diskussionsplattform im Internet ins Leben zu rufen, auf der sich Bürger, Politik und die beteiligten Experten unabhängig von den organisierten Veranstaltungen austauschen können.„Konkrete Umbau-Pläne gibt es für die Krausestraße noch nicht. Zunächst steht im Bereich Brauhausstraße/ Brauhausstieg noch eine Erschließung an, die erst fertig sein muss. Zudem sind für das Jahr 2017 auch noch Arbeiten an Leitungen dran. Frühestens für das Jahr 2018 ist eine Umgestaltung vorgesehen – neben der Fahrbahnsanierung beispielsweise die Optimierung der Situation für den Radverkehr und an Kreuzungen sowie das Schaffen von Barrierefreiheit“, so Richard Lemloh, Sprecher der Verkehrsbehörde.
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3 Kommentare
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Rainer Stelling aus St. Georg | 02.12.2015 | 15:29  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 15.03.2016 | 12:44  
397
Rainer Stelling aus St. Georg | 16.03.2016 | 08:55  
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