Kunst in leeren Läden

Anzeige
Dieser leerstehende Laden am Fahrenkrön 148 könnte zum Atelier werden Foto: wb

Achtung, Kreative! Auch in Bramfeld sind neue Ateliers zu haben

Von Mathias Sichting
Bramfeld Elf leerstehende Gewerbeflächen werden aktuell als Pilotprojekt in Zusammenarbeit zwischen der Saga GWG, der Kulturbehörde, der Hamburg Kreativ Gesellschaft und dem Verein Ateliers für die Kunst e.V. hamburgweit als Wohn- und Arbeitsateliers angeboten. Ziel des Projekts ist es, einen Beitrag zur Verbesserung der Ateliersituation in der Hansestadt zu leisten und im besten Fall zu einer Senkung der Grundkosten der Künstler beizutragen.
Als netter Nebeneffekt werden die Quartiere rund um die neuen Kunstzellen aufgewertet. Die ehemaligen Ladenflächen befinden sich unter anderem in Erdgeschosslagen in den Stadtteilen Billstedt, Bramfeld und Rothenburgsort. In Bramfeld gibt es Objekte am Fahrenkrön 148 und der Haldesdorfer Straße 119. Die Mietkosten für die Objekte liegen zwischen 6,50 Euro und 8,50 Euro pro Quadratmeter (nettokalt). „Man kann natürlich immer über alles reden. So ist bei jedem Objekt denkbar, bestimmte Umbauarbeiten vorzunehmen. Der Einbau einer Dusche oder einer Küche bedarf beispielsweise immer Mehrkosten, die von uns umgelegt, aber auch bezuschusst werden“, so Saga-Ansprechpartnerin Miriam Markowski.
Am Fahrenkrön gibt es eine große Fläche mit 500 Quadratmetern auf zwei Etagen. „Da gibt es sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten. Kreative können sich dort zusammentun. Das ist eine besondere Fläche“, so Miriam Markowski. „Das Besondere an diesem Projekt ist, dass wir eine Umnutzung der leerstehenden Gewerbeflächen als reine Wohn- und Arbeitsateliers vornehmen. Die Ausschreibungen richten sich deshalb auch an alle Kreativen. Ganz egal, ob bildende Künstler, Musiker, Fotografen oder Illustratoren“, lädt Projektleiterin Sylvia Henze ein. Ein-Personen-Agenturen oder ein junges Start-Up können sich teure Mieten in Innenstadtlagen oftmals nicht leisten. Diese Doppelbelastung bringt die Kreativen früh an finanzielle Grenzen. „Wohnateliers sind für viele Künstler eine gute Lösung, den hohen Kostendruck zu mindern. Dieses Pilotprojekt ist ein erster Schritt, dem hoffentlich günstige Angebote in möglichst vielen Hamburger Stadtteilen folgen werden“, so die Projektleiterin und erste Vorsitzende des Vereins Ateliers für die Kunst hoffnungsvoll. Mit der Umwandlung von Gewerberäumen geht man in Hamburg neue Wege. Die Rahmenbedingungen für Künstler und Akteure der Kreativwirtschaft wird verbessert. „Wir freuen uns natürlich, wenn die Flächen vermietet sind. Es ist aber auf der anderen Seite auch ein weiterer Beitrag zur Aufwertung des Quartiers und zur Quartiersentwicklung“, so Markowski. Die ehemaligen Ladenflächen sind zwischen 35 und 530 Quadratmeter groß. Derzeit sind alle Interessierten eingeladen, sich beim Verein Ateliers für die Kunst zu bewerben. Weitere Informationen zu der Ausschreibung und die Preise der Objekte sind auf www.hamburg.de/kulturbehoerde/stipendien zu finden.
buero@afdk.de oder Tel. 0174 - 416 37 47
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige