Lachyoga: Leben mit Smileys im Blut

Wann? 07.05.2017

Wo? St.Petersburger Str. 22, St.Petersburger Str. 22, 20355 Hamburg DE
Anzeige
Lachen kann man lernen: Frauke Feilbach leitet in Barmbek eine Lachyogagruppe Foto: cb
 
Frauke Feilbach leitet in Barmbek eine Lachyogagruppe Foto: cb
Hamburg: St.Petersburger Str. 22 |

Wochenblatt-Test: Lachen können ohne Grund – geht das? Für alle Hamburger: Am 7. Mai startet eine Aktion zum Weltlachtag in Planten un Blomen

Von Christina Busse
Barmbek
Mal eben das Begeisterungszentrum wecken: Wochenblatt Redakteurin Christina Busse macht zum Weltlachtag am 7. Mai den Selbsttest beim Lachyoga. „Lachen ist die beste Medizin“, besagt schon der Volksmund. Und auch wissenschaftlich ist es inzwischen anerkannt: Humor hält gesund, Lachen baut Stress ab, stärkt das Immunsystem und hat eine heilende Wirkung. Warum wird im Alltag trotzdem so verhältnismäßig wenig Gebrauch davon gemacht? Warum vergeht uns das Lachen von Kindheit an immer mehr? Dabei können doch jeder ein paar mehr Glückshormone gebrauchen, die erwiesenermaßen beim Lachen freigesetzt werden. Es spricht also eigentlich nichts gegen einen Selbstversuch mit Lachyoga. Dabei soll man „Lachen können ohne Grund“ und dabei trotzdem von den vielen positiven Wirkungen profitieren. Das zumindest verspricht Frauke Feilbach.

Offener Lachtreff etabliert


Die 59-jährige Barmbekerin hat ihren Job in einer Zeitschriftenredaktion an den Nagel gehängt, nachdem es dort beim besten Willen nichts mehr zu lachen gab, eine 180 Grad-Drehung vollführt und 2015 eine Ausbildung zur Lachyoga-Lehrerin absolviert. Als im vergangenen Jahr unter dem Motto „Lachen Lieben Lachen“ die Lange Nacht der Kirchen stattfand, stellte sie ihr Angebot in der Auferstehungsgemeinde am Tieloh vor. Mit so guter Resonanz, dass sich hier seither ein offener Lachtreff unter ihrer Leitung etabliert hat. Zweimal im Monat kommen Lachwillige zusammen, die im gelb getünchten Raum „Oase“ ihren Gefühlen freien Lauf lassen wollen. „Aber einfach so loslachen? Geht das überhaupt? Und ist das nicht auch irgendwie ganz schön peinlich?“, frage ich mich vor meiner Premiere beim Lachyoga.

Klatschen weckt das Begeisterungszentrum


Die Stunde startet mit Lockerungsübungen. Die zehn Teilnehmerinnen – Herren sind heute nicht dabei, aber jederzeit willkommen – gehen im Raum umher, begrüßen sich mit freundlichem Blick, Handschlag und einem herzlichen Lächeln. Im zweiten Durchgang ist für die Geübteren schon ein Lachen drin. „Stell Dir einfach ein Lächeln mit Lachlauten vor, die wir machen, weil wir sie können. Es ist überhaupt nicht wichtig, dass wir spontan lachen oder etwas witzig finden“, erklärt Frauke Feilbach. Und siehe an: Das Eis ist gebrochen, die Hemmungen werden weniger, der Einstieg ist geschafft. Und es war gar nicht so schwer. Weiter geht es mit Klatschübungen, die das Begeisterungszentrum im Gehirn wecken sollen, Atem- und Dehnübungen aus dem Yoga und pantomimisch überzogenen Alltagsaktivitäten, die ins Lachen führen. „So ist es gut“, animiert Frauke Feilbach, „auf diese Art und Weise fließen ganz viele Smileys in unserem Blut, das hält mindestens bis übermorgen an!“

Lachyoga entspannt


Eine Teilnehmerin bestätigt: „Mir hilft Lachyoga, entspannter durch den Alltag zu gehen. Während ich sonst schon morgens im Berufsverkehr ‚Du Blödmann!‘ gedacht habe, lache ich inzwischen einfach nur noch – innerlich.“ Bei der abschließenden Lachmeditation hört man schnell heraus, wer zu den Fortgeschrittenen gehört. Da wird aus vollstem Herzen gegluckst, gekichert und lauthals gewiehert – ein Lachsack ist nichts dagegen. Und auch ich merke, dass Lachen tatsächlich eine ansteckende Wirkung zeigt und sich ganz automatisch ein Lächeln auf meinem Gesicht breit macht. Das Fazit: Lachen um des Lachens wegen. Es macht einfach Spaß! Der Lachtreff im Tieloh 26 findet an jedem ersten und dritten Dienstag eines Monats von 18.30 bis 19.30 Uhr statt. Der Einstieg ist leicht und jederzeit möglich. Eine Spende von 5 Euro ist erbeten. Weitere Info bei Frauke Feilbach, Telefon 48 90 43

Aktion zum Weltlachtag am 7. Mai


Der Weltlachtag findet am ersten Sonntag im Mai statt. Er wurde 1998 durch den Begründer des Lachyogas, den indischen Arzt Dr. Madan Kataria ins Leben gerufen. Er fordert dazu auf, sich weltweit über das gemeinsame Lachen für ein friedliches, fröhliches und achtsames Miteinander zu verbinden. In Hamburg wird am 7. Mai eine Aktion zum Weltlachtag in Planten un Blomen stattfinden. Um 13 Uhr ist Treffpunkt am Café Seeterrassen zum Warm-Lachen, um 14 Uhr heißt es „Lachen für den Weltfrieden“ auf der großen Wiese am See.

Weitere Infos: Aktion zum Weltlachtag in Hamburg
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige