„Laden gerechter machen“

Anzeige
Setzt sich für soziale Gerechtigkeit und Aufklärung ein: Michael Zimball (71) organisiert ehrenamtlich die Veranstaltungsreihe „Noch Fragen?“ im Bürgerhaus in Barmbek

Michael Zimball setzt sich auch als Rentner für soziale Gerchtigkeit ein

Von Christina Busse

BARMBEK. Ob Bürgerversicherung, Klimawandel, Gesundheit im Alter oder die Debatte um Rechtspopulismus: „Mir ist es wichtig, dass die Leute zu aktuellen, komplexen Themen Informationen bekommen“, sagt Michael Zimball. Deshalb hat er im Herbst 2015 die Veranstaltungsreihe „Noch Fragen?“ ins Leben gerufen.

Der Titel ist Programm, er fordert dazu auf, unterschiedlichste Themen eingehend zu diskutieren. Die Idee dazu kam dem 71-jährigen Barmbeker, als im vergangenen Jahr der neue Saal des Bürgerhauses eingeweiht wurde. „Ich wollte ein peppiges und gleichzeitig kritisches neues Format für den neuen Raum anbieten“, erklärt Zimball, der sich seit Langem mit für soziale Gerechtigkeit einsetzt – „mit Leidenschaft!“, wie der ehemalige Gewerkschafter betont.

Seit 40 Jahren macht der ehemalige DGB-Regionalvorsitzende Sozialpolitik, besonders das Grundeinkommen für alle ist sein Thema. „Um den Laden gerechter zu machen“, so Zimball. Seit er 2007 in den Ruhestand ist, engagiert er sich im Bürgerhaus in Barmbek. „Barmbek-Nord als altes Arbeiterviertel ist meine Heimat, da hänge ich dran“, sagt Zimball. Besonders angetan haben es ihm der Stadtpark mit seinem Naturbad, das Museum der Arbeit, das Schachcafé. Und natürlich das Bürgerhaus. „Hier treffen sich Alteingesessene und neue Bewohner des Quartiers, Rentner genauso wie junge Eltern.

Es wird hervorragend angenommen, hier kann man Sachen verwirklichen“, führt er aus. Auch die monatlich stattfindenden „Noch Fragen?“-Abende treffen den Nerv der Menschen, bis zu 70 Gäste nehmen daran teil, der Ablauf ist immer ähnlich: Nach einer etwa halbstündigen Einführung, teilweise durch Fachreferenten, ist die Diskussion eröffnet, dabei ist reichlich Raum für Fragen. Am gestrigen Dienstag regte der Dokumentarfilm „2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß“ zum Gespräch an. Der 85-minütige Film von Malte Ludin gibt tiefen Einblick darin, wie unterschiedlich in deutschen Familien mit der eigenen NS-Vergangenheit und Mittäterschaft umgegangen wird. Im Anschluss lud dieses Mal Bürgerhaus-Praktikant Marius Möller zur Diskussion ein.

Nach der Sommerpause geht es am 13. September mit der Frage, wie dem Rechtspopulismus begegnet werden kann, weiter. Dazu ist als Referent der Journalist und Autor Andreas Speit angefragt. Am 11. Oktober steht eine Debatte um Gesundheit und Rente auf dem Programm. Die Veranstaltung findet statt im Bürgerhaus in Barmbek, Lorichsstr. 28A. Der Eintritt ist frei, eine Spende ist willkommen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige