Linie 7 ist beschleunigt

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Zügig durch die „Fuhle“: die Metrobuslinie 7 kommt jetzt schneller durch Barmbek und Steilshoop Foto: tel

10 Millionen Euro für „Zauberampeln“ und Hightech-Bordsteine

Von Michael Hertel
Barmbek/Steilshoop
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen: Rund 10 Millionen Euro hat die Senatsbehörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation für die umfangreichen Umbaumaßnahmen zur Busbeschleunigung auf der Metro-Bus-Linie 7 (U/S Barmbek – Borchert-ring) in Barmbek und Steilshoop investiert. Heraus kam eine Fahrzeitverkürzung von zunächst drei, später vier Minuten. „Das klingt nach nicht viel, bedeutet aber eine um bis zu 20 Prozent reduzierte Fahrzeit“, erklärt Hochbahn-Pressesprecher Christoph Kreienbaum. Die 5,6 Kilometer lange Metro-Linie 7 mit 15 Haltestellen ist mit täglich rund 14.000 Fahrgästen stark frequentiert. Im Juni 2014 hatten die Bauarbeiten begonnen und dauerten bis Ende vorigen Jahres. Unter anderem wurden Haltestellen modernisiert, verlängert, mit neuen Bordsteinen versehen und größtenteils barrierefrei – auch für Sehbehinderte – ausgebaut sowie teilweise mit elektronischen Anzeigetafeln versehen. Rund 3,5 Kilometer Radwege wurden neu auf die Fahrbahn verlegt und in stauanfälligen Bereichen Bussonderstreifen angelegt. Neben der Fuhlsbüttler Straße gab es auch in der Gründgensstraße umfangreiche Umbaumaßnahmen unter anderem zur Busbeschleunigung, darunter den Ersatz von Ampelanlagen durch Kreisverkehre.

Neue Vorrangschaltung


Die wichtigste Beschleunigungsmaßnahme stellt allerdings die neue intelligente Ampelsteuerung mit Busvorrangschaltung dar. Wie von Zauberhand springen die Ampeln auf Grün, wenn sich ein Bus nähert. „Davon profitiert natürlich nicht nur die Linie 7 sondern alle HVV-Buslinien, die diese Strecke befahren“, erklärt Hochbahn-Bereichsleiter Gerhard Schenk. Die Buslinien 4, 5 und 6 sind schon entsprechend ausgestattet, die Linien 3, 20 und 25 folgen demnächst. Umlernen müssen die Busfahrer jetzt bei den neuen Hightech-Bordsteinen. „Diese Bordsteine sind derart abgerundet, dass sie den Reifen nicht schaden können. Früher mussten die Fahrer zu den Borsteinen Abstand halten, jetzt sollen sie direkt ranfahren“, so Schenk. Für Fahrgäste bedeute das mehr Sicherheit beim Ein- und Aussteigen.
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1 Kommentar
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Michael Kahnt aus Barmbek | 07.01.2016 | 11:45  
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