Mädels rocken Barmbek

Anzeige
Freuen sich darauf, Barmbek zu rocken: Jenan Zoobi (19), Jil-Ann Gibb (18), Saskia Schilling (21), Lisa Sanders (21, von links) und Laura Schneekloth (liegend) von „The Nostrils“. Foto: sl

„The Nostrils“ machen beim Mädchenbandfestival mit

Von Sylvana Lublow
Barmbek. Eigentlich sind die Mitglieder der Hamburger Band „The Nostrils“ junge Frauen im Alter zwischen 18 und 21 Jahren. Doch die fünf Musikerinnen lassen sich gerne als Mädchenband betiteln. „So erwachsen sind wir noch nicht. Wir haben uns das innere Kind erhalten“, sagt Sängerin Saskia Schilling. Die 21-Jährige studiert Jura und hat die Band vor vier Jahren mit ihrer damaligen Schulfreundin Laura Schneekloth (20, Schlagzeug) gegründet. „In der aktuellen Kombination gibt es uns erst seit drei Wochen“, sagt Saskia. Da stieg Gitarristin und Schülerin Jenan Zoobi (19) in die Band ein. „Wir haben im Internet nach einer Gitarristin gesucht und Jenan gefunden. Jetzt sind wir komplett“, erklärt Laura. Zu den Nostrils gehören außerdem die Gymnasiastin Jil-Ann Gibb (18, Lead-Gitarre) und Hausfrau Lisa Sanders (21, Bass). In dieser Aufstellung wollen die Fünf am Sonnabend, 22. September, auf Kampnagel bei „Mädchen rocken Barmbek“ die Zuschauer zum Kochen bringen – mit einer Mischung aus Rock, Pop und Punk. „Unsere Musikrichtung ist nicht festgelegt. Wir spielen, was wir mögen“, erklärt Saskia. Ihre eigenen Songs mit Titeln wie „Snowwhite“, „Butterfly“ oder „Dance“ entspringen unterschiedlichen Einflüssen. „Wir sind ja auch fünf unterschiedliche Menschen“, so die Sängerin, aus deren Feder auch die Songtexte stammen. Sechs Songs werden sie spielen. „Wir freuen uns sehr und sind auch schon aufgeregt“, sagt Lisa, die bereits eine kleine Tochter hat – das Maskottchen der Nostrils. Aber so aufgeregt wie vor ihrem ersten Auftritt seien sie nicht mehr. Die Musikerinnen spielten schon im vergangenen Jahr bei „Mädchen rocken Barmbek“ mit. „Das war ziemlich cool. Es gab sogar eine Zugabe“, erinnert sich Graphikdesign-Studentin Laura. Danach hatten sie noch einen Gig beim „Mädchenspektakel“. „Dort waren fast nur Kinder. Für die ist unsere Musik nichts. Aber die Mütter fanden uns gut und haben zu unseren Songs getanzt“, sagt die Schlagzeugerin.
Seit einem Jahr probt die Band im Trockendock in Barmbek. Ein Mal in der Woche treffen sie sich dort. „Vorher sind wir ständig umgezogen. Es gibt einfach zu wenige und vor allem zu wenig bezahlbare Proberäume in Hamburg“, kritisieren die Mädels. Die Nostrils wollen in Zukunft häufiger auftreten und irgendwann gerne mal ein Album aufnehmen. „Die Musik ist ein Hobby für uns. Profis wollen wir nicht werden“, sagt Saskia. Aber Spaß wollen sie haben. Und den scheinen sie auf der Bühne auch überzeugend rüber zu bringen. Die Zeitung „Die Welt“ lobte ihren Auftritt im vergangenen Jahr mit den Worten: „Die Nostrils waren einer der ersten Höhepunkte des Abends.“ „Da waren wir natürlich stolz“, sagt Laura: „Es gibt nur wenige Mädchenbands mit unserer Stilrichtung.“
Was die fünf jungen und emanzipierten Frauen nicht mögen, sind männerfeindliche Unterstellungen, weil kein Mann in ihrer Band spielt. „Wir mögen Jungs. Aber wir finden es cool, so wie es ist. Es gibt nur wenige Mädchenbands mit unserer Stilrichtung.“ (sl)

Am Sonnabend, 22. September, werden neben „The Nostrils“ noch fünf weitere Mädchenbands Barmbek rocken. Von Pop über Gospel, Reggaeton, RNB bis Sensitiv Folk ist alles dabei. Beginn ist 18 Uhr. Der Eintritt kostet 7, ermäßigt 5 Euro. Ort: Jarresstraße 20. Informationen und Tickets gibt es unter http://www.kampnagel.de
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige