Mahnwachen in der City

Wann? 11.04.2014 18:00 Uhr

Wo? City/St. Georg/Barmbek, 22305 Hamburg DE
Anzeige
Hamburg: City/St. Georg/Barmbek |

Textilfabrik eingestürzt: Überlebende sprechen im Museum der Arbeit

Entschädigung für Opfer des Fabrik-Einsturzes in Bangladesch gefordert. Ver.di und Kirche nehmen Modehandel in die Pflicht. Überlebende sprechen im Museum der Arbeit

Vor rund einem Jahr stürzte in Bangladesch das Fabrikgebäude Rana Plaza ein. Mehr als 1100 Menschen starben – vor allem Textilarbeiterinnen dort ansässiger Hersteller, die auch für deutsche Bekleidungsunternehmen fertigen.
Vor diesem Hintergrund gibt es in Hamburg am Freitag, 11. April, Mahnwachen und eine Diskussionsveranstaltung.

Das Problem: „Fast ein Jahr nach dem Fabrikeinsturz verweigern viele Textilfirmen weiterhin die Einzahlung in den Entschädigungsfonds für die Überlebenden und Hinterbliebenen“, sagt Waltraud Waidelich vom Frauenwerk der Nordkirche. Den Überlebenden des Unglücks und den Familien der Toten, die zu Billig-Löhnen für die Industrie produzierten, fehle es an materieller und medizinischer Hilfe. Laut Medienberichten waren die späteren Opfer von den Fabrikbesitzern genötigt worden, ihrer Arbeit in dem wegen Einsturzgefahr gesperrten Gebäude fortzuführen.

Momentan sind die Textilarbeiterin Shila Begum, die den Zusammensturz der Fabrik überlebt hat, und ihre Gewerkschaftskollegin Safia Parvin (National Garments Workers Federation) aus Bangladesch in Deutschland, um zu informieren. Mit den Mahnwachen sollen die Unternehmen aufgefordert werden, sich zu ihrer sozialen Verantwortung zu bekennen. Die Veranstalter, unter anderem die Gewerkschaft ver.di und die Nordkirche, rufen zum Mitmachen auf. (wb)

Freitag, 11. April
15 Uhr: Mahnwache vor KiK, Baumeisterstraße 11, St. Georg
16 Uhr: Mahnwache vor Benetton, Kleine Rosenstraße 14, City
18 Uhr: Diskussionsveranstaltung „Ein Jahr danach“ mit Überlebenden, Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, Barmbek
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige