Maritime Welten

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Peter Lokatis produziert mit seinen Schülern Wassersportgeräte.Foto: Lublow

Produktionsschule stellt auf Hanse Boot-Messe aus

Barmbek. In den drei Werkstätten der Produktionsschule „Maritime Welten“ bauen die Schüler gemeinsam mit ihren Ausbildern trendige Sportgeräte wie Stand-up Paddler (SUPs), Kajaks und Longboards (längere Skateboards). „Wir stellen die Produkte her und vermarkten sie auch“, sagt Peter Lokatis, Leiter der Schule: „Bisher sind wir aber eher ein Geheimtipp unter einigen Wassersportlern.“ Jetzt will die Schule ihr Werk auch einer breitem Öffentlichkeit vorführen – mit einem Stand auf der Hanse Boot-Messe. „Das ist eine Premiere für uns und mit einiger Aufregung bei den Schülern verbunden“, sagt Lokatis. Denn sie können dort zeigen, was sie im Laufe des Schuljahres alles bewerkstelligen und gelernt haben. Das sei vor allem für das Selbstbewusstsein der jungen Menschen wichtig.
Die Produktionsschule „Maritime Welten“ am Wiesendamm in Barmbek gibt es seit vier Jahren. Privater Träger ist die Stiftung Berufliche Bildung. Die Schule ist eine Alternative zu den staatlichen AV-Dualschulen (Ausbildungsvorbereitungsjahr). In drei Werkstätten und einem Kontor werden die Jugendlichen unterrichtet. „Unser Ziel ist es, die Arbeits- und Ausbildungsreife der Schüler herzustellen“, sagt Lokatis. 50 Jugendliche durchlaufen dieses Jahr die Schule. Sie sind noch in der Schulpflicht, die mittlerweile elf Jahre beträgt; haben ihre normale Schullaufbahn aber schon hinter sich. „Die meisten unserer Teilnehmer haben keinen Schulabschluss“, so Lokatis. Die Produktionsschule will die Jugendlichen durch praxisorientiertes Lernen motivieren. „Sie haben hier auch die Möglichkeit, bei entsprechendem Lernfortschritt, ihren Hauptschulabschluss zu machen.“
Neben der Fertigung der Wassersportgeräte können die Schüler diese auch selber testen. Peter Lokatis, der seit Jahren Kanupolo spielt, macht mit seinen Schülern immer wieder Ausflüge und Unternehmungen, um ihnen zu zeigen, was alles möglich ist. Die Teilnahme an der Hanse Boot gehört dazu. „Wir stellen nicht nur aus, sondern wollen auch Vorführungen einiger unserer Arbeitsschritte zeigwen.“ Das Team geht davon aus, dass sich die „Maritimen Welten“ als „Paradiesvogel“ unter den Wassersportgeräte-Herstellern in Zukunft fest etablieren werden. (sl)
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