Mega-Bauprojekt startet

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Das Areal zwischen Schlicksweg und Langenfort wird in den nächsten Jahren sukzessiv bebaut werden. Mit Baufeld 1 wird jetzt gestartet Grafik: Wessel

Ab dieser Woche wird das alte BU-Stadion zur Baustelle. 80 Bäume sollen weg

Barmbek Ein weiteres Mega-Bauprojekt für 675 Wohnungen startet im Stadtteil: In dieser Woche sollen an der Steilshooper Straße schon die ersten Bagger anrollen. Die Bürgerinitiative „Dieselstraßenland“ kritisiert die geplante Fällung von 80 Bäumen.
Auf dem Areal der ehemaligen Schiffbauversuchsanstalt beziehungsweise in deren direkter Umgebung in Barmbek-Nord sollen – wie berichtet – in den nächsten Jahren Wohnungen für rund 1.700 Menschen in einer Durchmischung verschiedener Wohnformen entstehen: Es sind Baufelder für Baugemeinschaften, sozial geförderten Wohnungsbau, aber auch Eigentums- oder freifinanzierten Wohnungsbau vorgesehen. Ein kleines Nahversorgungszentrum sowie eine Kita sollen zusätzlich entstehen. Grundlage ist der Bebauungsplans Barmbek-Nord 11.
Der Bereich der ehemaligen Sportanlage sowie der westlich angrenzenden ehemaligen Gewerbeflächen an der Steilshooper Straße (Baufeld 1) wird zuerst bebaut. Aus diesem Grund hat der HSV Barmbek-Uhlenhorst Ende Juli mit einem Abschiedsspiel seinen Ausstand am Wilhelm-Rupprecht-Platz an der Steilshooper Straße gegeben. Das neue Stadion wird an der Dieselstraße / Bramfelder Straße entstehen.
Der Bauverein der Elbgemeinden (BVE) entwickelt und plant für das Baufeld 1 ein Wohnungsbauvorhaben mit Mietwohnungen im ersten und zweiten Förderweg. Es ist angestrebt, das Baugrundstück Anfang 2016 an den Wohnungsbauinvestor zu verkaufen. Die Freimachung soll in dieser Woche starten und Ende des Jahres beendet sein, teilt die Stadtentwicklungsgesellschaft mbH (Steg) dem Wochenblatt mit. Die Maßnahmen erfolgen auf der Fläche des Baufelds 1 und angrenzenden Streifen (Bereich des ehemaligen Vereinshauses, östliche Tribünenbereiche).

Kampfmittelsondierung


Zuerst werde die Fläche umzäunt und mit den Kampfmittelsondierungen begonnen. Das Fällen der rund 80 Bäume im Bereich des Baufeldes 1 und der angrenzenden Streifen beginne im Oktober. Eine erhaltenswerte Eiche soll im Zuge der Arbeiten gesichert werden. Genau hier setzt die Kritik der Initiative „Dieselstraßenland“ an. „Das Unternehmen teilt jetzt aktuell mit, dass das Fällen der Bäume im Oktober beginnt. Da diese Aussage recht ungenau ist, haben wir mit einem Schreiben an den Bezirk, den Bauträger sowie an die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, die Behörde für Umwelt und Naturschutz und den Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen gewendet, um uns für den Erhalt der Bäume auszusprechen. Denn diese haben eine wichtige Funktion für das lokale Klima und die Luftreinigung“, erklärt Initiativensprecher Benny Rimmler. Eine Antwort stünde noch aus. „Es gibt im Zuge des derzeitigen Baubooms einen regelrechten Grünflächenfraß. Barmbek-Nord braucht diese grüne Lunge. Jeder Baum zählt!“, bekräftigt Rimmler und versichert: „Wir bleiben im Ball und setzen uns weiterhin für den Erhalt der Bäume ein.“

Abriss im November


Im November werden neben dem Rückbau des Vereinshauses die Tribünen und Flutlichtmasten des ehemaligen Stadions vom HSV Barmbek-Uhlenhorst entfernt. Im Erdreich befindliche Schächte werden zurückgebaut und entsorgt.
„Es wird versucht, die im gesamten Zeitraum zu erwartenden Lärmbelästigungen so gering wie möglich zu halten“, heißt es bei der Stadtentwicklungsgesellschaft. Die Arbeiten finden nur werktags statt. (ba)

Unter www.ausguck-barmbek.de sind Informationen über das gesamte Verfahren und aktuelle Informationen zu finden. Am 19. November ist die nächste öffentliche Veranstaltung des Infoforums „Ausguck“ geplant
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