Mehr Natur an den Uferböschungen

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Die Renaturierung am Eilbekkanal haben begonnen Foto: kg

Renaturierung am Eilbekkanal und im Friedrichsberger Park hat begonnen

Von Karen Grell
Eilbek
An den Ufern des Eilbekkanals zwischen Friedrichsberger Straße und Maxstraße haben die Arbeiten zur Renaturierung begonnen, die als Ausgleich für den aktuellen Bebauungsplan (Barmbek-Süd 12) auf dem ehemaligen Gelände der Klinik Eilbek dienen. Renaturierung bedeutet dabei: „Zurück zur ursprünglichen Natur“. Wo jetzt Rasenflächen zu sehen sind, werden nach Auskunft des Bezirksamtes Nord Teile der Grassoden entfernt und mit Sträuchern, Büschen und kleinen Bäumen bepflanzt, der Uferbereich soll komplett neu gestaltet und auch einige flache Sumpfflächen angelegt werden, die bei starkem Regen dann leicht überschwemmt sein können.

Wandse umgestaltet


Die Wandse erhält durch die Maßnahme an Strukturvielfalt zurück und auch die Fische sollen sich hier wieder wohler fühlen. Durch Kies, Geröll und einzelne große Feldsteine wird die Wandse wieder zu einem fließenden Bach, in dem Fische und Tiere, die hier im Wasser leben, problemlos unterwegs sein können. An den Ufern gibt es dann demnächst einige Schwarzerlen, um den Boden zu festigen aber auch ein großer Teil der bisherigen Büsche und Sträucher soll erhalten bleiben.
Ein fünf Meter breiter Uferrandstreifen wird zukünftig nur noch alle drei bis fünf Jahre gemäht, damit sich die Pflanzen in Ruhe entfalten können und auch Insekten und kleine Vögel hier ein Paradies mitten in der Stadt finden. Ein vorhandener Absturz an der Straßenbrücke Friedrichsberger Straße wird im Zuge der Maßnahme abgerissen und durch zwei Sohlgleiten ersetzt.
Doch nicht nur die Wandse soll hier wieder schöner werden, auch die Grünanlage wird neu herausgeputzt. Die Sanierungsarbeiten laufen bereits seit ein paar Tagen und am vergangenen Sonntag, dem ersten schönen Frühlingstag im März, fragten sich viele der Ausflügler, wie der Eilbekkanal wohl nach der Maßnahme aussehen wird.

Wiesenflächen kleiner


Einige Wochen müssen die Park-Besucher allerdings noch warten, denn die Sanierungsaktion steht erst ganz am Anfang. „Toll, wenn der Natur etwas zurückgeben wird“, meint Toni, der gleich um die Ecke wohnt. Ein wenig Sorge habe er nur davor, dass zu viel von der Wiesenfläche verloren ginge, denn da wollen viele Eilbeker im Sommer wieder grillen. Somit hofft er auf einen Kompromiss zwischen Natur und Freizeit. Immerhin schauen alle Besucher dann im Sommer auf ein wahrscheinlich viel schöneres Kanalufer.
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1 Kommentar
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Achim Glatz aus Barmbek | 12.03.2015 | 04:47  
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