Mit Regenprogramm auf Tour

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„Gut gelaunt auch im Regen: Der gemischte Frauenchor Miss Klang Foto: Babette Brandenburg

Barmbeker Frauenchor Miss Klang sucht noch Sängerinnen

Von Susanne Gabriel
Barmbek
Quietschgelbe Gummistiefel, jede Menge Temperament und eine Moderation aus „Küsten-Sauwetterberichten“: Wo der Barmbeker Frauenchor Miss Klang auftritt, wird es schräg und bunt. Mit ihrem fröhlichen Regenprogramm brachten die fast vierzig Sängerinnen im vergangenen Herbst den rappelvollen Saal des Dulsberger Kulturhofs zum Kochen. Die Fangemeinde wächst stetig – inzwischen sind die Damen aller Altersgruppen, die wöchentlich im Barmbek Basch proben, weit außerhalb Hamburgs bekannt. Was ist das Geheimnis ihres Erfolges? „Wir entwickeln erst einmal ein Thema. Die Lieder suchen wir dann passend dazu aus“, berichtet Chorleiterin Ulrike Lachmann. Dadurch ergibt sich ein breites Repertoire: ob Pop, Schlager, Filmmusik oder Norddeutsches – ein Miss-Klang-Konzert lebt von der Vielfalt. „Wir singen alles, was sich für den A-cappella-Gesang arrangieren lässt“, erzählt Lachmann. Die Zuschauer dürfen sich auf altbekannte Songs in ganz neuem Gewand freuen, für jeden ist etwas dabei. Zusätzlich gibt es auch viel zu lachen, denn die abendfüllenden Shows überraschen durch ihre originellen Einfälle.

Ambition und Spaß


Miss Klang ist ein gemischter Chor, er besteht aus lesbischen und Hetero-Frauen. „Das hat sich aus der Zusammensetzung so ergeben“, erklärt Ulrike Lachmann, die den Chor 1991 selbst gegründet hat. Sie leitet noch weitere Chöre, darunter die „Schrillerlocken“, die ebenfalls Auftritte in ganz Deutschland haben. „Jede Frau bringt ihre eigene Persönlichkeit und Stimme mit“, erzählt die studierte Musikpädagogin. „Daraus eine Einheit, einen gemeinsamen Klang zu entwickeln, macht mir viel Freude.“ Einige Sängerinnen sind schon sehr lange dabei. Wie Susanne Roloff, die dem Chor 1995 beitrat. „Viele Frauen sind mir hier regelrecht ans Herz gewachsen“, erzählt sie. „Ich freue mich immer sehr auf die Probe.“ Ihre Gesangskollegin Astrid Fensch ist dagegen fast noch ein Neuling – sie stieß im Internet auf Miss Klang und ist seit fünf Jahren mit Leib und Seele dabei.
Eine gewisse Ambition zeichnet den Chor aus, auch wenn der Spaß nicht zu kurz kommen soll. „Bis ein Miss-Klang-Programm steht, kann eine längere Zeit vergehen“, berichtet Ulrike Lachmann. In diesem Jahr soll das erfolgreiche Regenprogramm noch einmal aufgeführt werden, doch es sind bereits erste Ideen für ein brandneues Konzept vorhanden, wie die Chorleiterin verrät. Zunächst aber stehen Auftritte beim Hebammenkongress im CCH (2. Mai) und in der Comedia Köln (11. Juni) auf dem Programm. Die Vorfreude auf die anstehenden Auftritte ist groß. Die Proben dazu laufen bereits. Gibt es noch Platz für neue Mitstreiterinnen? „Wir haben immer Platz für neue Mitstreiterinnen. Gerne auch jüngeren Alters. Tiefe Altstimmen wären wunderbar, doch auch im Sopran ist noch Bedarf“, weiß Lachmann. Notenkenntnisse und Chorerfahrung seien zwar hilfreich, aber nicht Bedingung. „Wichtig ist vor allem die Freude an Auftritten.“ Die Proben finden freitagabends im Stadtteilzentrum Barmbel Basch, Wohldorfer Straße 30, statt.

Wer Interesse hat, meldet sich bei Ulrike Lachmann unter Telefon 040/79 067 90 oder schickt eine E-Mail an info@miss-klang.de. Weitere Infos: www.miss-klang.de
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