Museum: Aufschub bis Juli

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„Die goldenen Fünfziger Jahre“ suchen weiter eine neue Bleibe. Teurer Auszug

Bramfeld. Klaus Fink weiß in diesen Tagen nicht, wo ihm der Kopf steht. Der Vorsitzende des Trägervereins „Die goldenen fünfziger Jahre“ e.V. des 50er Jahre Museums, muss die Räume im Zebra Einkaufszentrum an der Bramfelder Chaussee 1 räumen. Bis zum 20. April hätte Klaus Fink die Exponate aus den Räumen haben müssen, aber das war beim besten Willen mit noch so vielen Helfern nicht zu bewerkstelligen. Er bat um Aufschub und dieser wurde ihm vom Vermieter tatsächlich bis zum 30 Juni gewährt. Das war eine große Erleichterung. Doch nicht nur der Verlust der Räume trifft das Museum hart. Allein der Umzug, beziehungsweise Auszug, verschlingt große Summen, die teils privat aufgebracht, teils spendenfinanziert sind. „Die Rollen, die wir für die Konstruktionen gebraucht haben, um einige Möbelstücke überhaupt bewegen zu können, kosten allein 500 Euro“, so Fink. Insgesamt, so schätzt der Vorsitzende, wurde Verpackungsmaterial im Wert von 2.000 Euro verbraucht. Die Kosten sind das eine, vertrackte Konstruktionen das andere: Ein edler Spender hatte dem Museum für den Abtransport Europaletten überlassen. Doch Klaus Fink musste feststellen, dass er diese überhaupt nicht nutzen konnte, weil der Fahrstuhl nur 78 Zentimeter breit ist, eine Europalette jedoch 80 Zentimeter misst. Doch trotz aller Widrigkeiten gibt Klaus Fink nicht auf. Und der Verein steht hinter ihm. Auf der letzten Mitgliederversammlung am 16. März wurde fast einstimmig für den Erhalt des Museums und gegen eine Auflösung des Vereins gestimmt. „Wir machen weiter, bis wir etwas adäquates gefunden haben“, so ihr Vorsitzender. Es flattern immer mal wieder Angebote ins Haus, aber das richtige war noch nicht dabei. Und wenn das Museum einen neuen Standort gefunden hat, sollte es im Idealfall für immer sein. „Ich packe nur noch einmal wieder aus“, sagt Klaus Fink sehr nachdrücklich. (ts)
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