Nachwuchs-Ökos im Einsatz

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Ganz praktischer Ökologieunterricht: Die Jugendlichen entfernen Springkraut Foto: Thiele

Schüler der Stadtteilschule Barmbek renaturieren Uferbereich der Osterbek

Von Ulrich Thiele
Barmbek
Das war kein gewöhnlicher Schulausflug: Vorigen Mittwoch zogen sich 43 Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Barmbek ihre Gummistiefel an, nahmen Spaten und Eimer in die Hand und begaben sich an die Osterbek oberhalb des kleinen Wehrs nahe der Elsässer Straße, um den Seitenarm des Bachs vom Indischen Springkraut zu befreien und somit wieder neue Lebensräume zu schaffen. Der Neophyt, der sich durch Springkapseln rasch verbreitet, ist eine Bedrohung für andere Pflanzenarten, weshalb er seit Jahren deutschlandweit bekämpft wird. Die Aktion war Teil des Nabu-Renaturierungs-Projekts „Eisvogel“ und der seit vier Jahren bestehenden Bachpatenschaft mit der Stadtteilschule. Für die Schülerinnen und Schüler war der Ausflug ein willkommener und wohlvorbereiteter Praxis-Ausflug. Die 18 Oberstufenschülerinnen und -schüler vom Standort Krausestraße bereiteten sich wochenlang im Rahmen des Natur- und Umweltprofils auf die richtige Herangehensweise vor, eigneten sich Hintergrundwissen an und nahmen zudem die 25 Siebtklässlerinnen und -klässler vom Standort Tieloh unter ihre Fittiche. Bei den Nachwuchsökologen kam die Aktion gut an: „Wir sind zum ersten Mal dabei und das klappt echt gut. Es ist schön, wenn man alles das, was man im Öko-Unterricht theoretisch durchgegangen ist, jetzt auch praktisch umsetzen kann. Außerdem ist es schön, den Siebtklässlern alles zu zeigen und zu erklären. Die sind auch voll gut dabei“, berichten Yasemin Keles und Jamila Osuman. Die beiden Zwölftklässlerinnen streben ein medizinisches Studium an, das ökologisches Profil und der Urkundennachweis über Praxiseinsätze sind Bonuspunkte in ihren Bewerbungsmappen.

Prägender Einsatz


Für Carsten Knackendöffel, Lehrer an der Stadtteilschule und Nabu-Projektleiter Andreas Lampe ist damit auch im vierten Jahr der Bachpatenschaft der Sinn der gemeinsamen Aktion erfüllt: „Die Schülerinnen und Schüler sollen sich nicht nur theoretisch mit dem Thema auseinandersetzen, sondern auch praktisch, damit sie am Ende des Tages merken, dass sie etwas verändern können. Wir hoffen, dass diese Einsätze sie prägen“, sagen die beiden. 2005 wurde das Nabu-Projekt „Eisvogel“ gestartet, um die Renaturierung an der Seebek voranzutreiben. Mittlerweile wird das Projekt an der Osterbek fortgesetzt. Unterstützung bekommen die Projektmitarbeiter vom Fachamt Management des öffentlichen Raumes des Bezirksamtes Hamburg-Nord.
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