Neue Ausstellung im Museum der Arbeit

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So beengt war das Leben im Gängeviertel 1930. Foto: Museum der Arbeit/hfr

Genossenschaftliches Bauen in Hamburg seit Ende des 19. Jahrhunderts

Barmbek. In Hamburg fehlen rund 110.000 Sozialwohnungen. Nur jeder zweite finanzschwache Haushalt habe eine Chance, eine Sozialwohnung zu bekommen – das ergab eine neue Studie. Trübe Aussichten – und eine Chance für den genossenschaftlichen Wohnungsbau, neue Modelle für ein kostengünstiges, Mieter freundliches Wohnen zu entwickeln. Dass dies bei Genossenschaften Tradition hat, zeigt das Museum für Arbeit in der neuen Ausstellung „Eine Wohnung für uns!“. Ende des 19. Jahrhunderts schlossen sich in Hamburg Arbeiter und Handwerker zusammen, um in Selbsthilfe günstige, gute Wohnungen zu errichten. Neben der historischen Perspektive zeigt die Ausstellung anhand der Hamburger Variante der „Frankfurter Küche“ oder historischer Möbel die Einflüsse auf die Wohnkultur und Ausstattungsstandards ihrer Zeit. Mehrgenerationenhäuser oder
integrative Wohnprojekte beweisen, dass die genossenschaftliche Idee von Solidarität und Selbstbestimmung in Zeiten von Wohnungsnot und teuren Mieten aktueller denn je ist. (leu)

Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, ab Mittwoch, 14. November. Eintritt: 6 Euro, Familienkarte 8 Euro.
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