Neue Bahn in Hamburg – und schon Protest

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Erst vor ein paar Wochen war die neue BMX-Bahn mit einem turbulenten Fest eröffnet worden. Die Nachbarn haben jetzt Angst, es könne in der nächsten Saison so laut weitergehen Foto: wb

Nachbarn des BMX-Geländes in Farmsen halten Durchsagen für zu laut

Hamburg. Vor wenigen Wochen hat in Farmsen auf dem Sportgelände des insolventen Post-Sportvereins eine große BMX-Bahn eröffnet (wir berichteten). Mit einem turbulenten Einweihungsfest und Turnier hatten hier Radsportler aus ganz Deutschland ihren Spaß. Die Anwohner, die unmittelbar neben dem Gelände des Sportvereins in den mehrstöckigen Wohnhäusern der Mietergenossenschaft Farmsen wohnen, sind Lärm durch Sportler gewohnt, doch „dieses erste Wochenende hat alles übertroffen, was wir hier je mit den Sportlern erlebt haben“, bedauert Angelika Sroka. Gegen Bewegung und Sportvereine hätten sie und auch ihre Nachbarn absolut nichts und freuen sich sogar über ein wenig Trubel vor der Tür, aber „wenn das auch in der nächsten Saison so weitergeht“, so Nachbarin Rosa Gretzinger“, „dann können wir nicht mehr...“

Gespräche erwünscht

Am Eröffnungswochenende hätten bei den beiden Damen und ihren Nachbarn die Gläser in den Schränken geklirrt und dadurch wächst die Angst davor, dass die BMX-Anlage auch in der nächsten Saison den bisher ertragbaren Lärmpegel überschreiten könnte. „Wir sind absolut für Sport und freuen uns, hier direkt am Platz zu wohnen“, so Rosa Gretzinger. Was sich die Nachbarn hier wünschen, ist eine „transparente Kommunikation von Beginn an“. Als Antwort auf das Schreiben der Nachbarschaftsgemeinschaft an den Radsportverein hätte es Paragrafen und den Hinweis auf eine Genehmigung für die Auftaktveranstaltung gegeben. „Wir möchten ins Gespräch kommen“, so Angelika Sroka, „es geht nicht darum, sich zu einfach nur zu beschweren.“ Besonders unangenehm seien die Lautsprecherdurchsagen gewesen. Es könnte nach Ansicht der Mieter am Platz schon eine große Verbesserung der Lage erzielt werden, wenn die Lautsprecher einfach ein wenig leiser gedreht würden. „Ich hoffe sehr, dass wir eine Lösung finden, die dann für alle akzeptabel ist“, sagt Rosa Gretzinger, die von ihrem Balkon im dritten Stock die sportlichen Veranstaltungen beobachten kann. Und was sagt der Radsportverein dazu? Das Wochenblatt bleibt am Thema dran. (kg)
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