Neue Machbarkeitsstudie

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Martina Wolf und Ute Mordhorst vom Elternrat der Schule am See machen sich für ein Schulkonzept von der ersten bis zur dreizehnten Klasse unter einem Dach stark. Foto: Thielcke
 
Das Bildungszentrum am Gropiusring. Haus der Jugend, Rebus und andere Einrichtungen haben hier eigene Räume. Foto: Thielcke

Schulstandort Steilshoop diskutiert drei Varianten

Von Marco Thielcke
Steilshoop. Seit Jahren schon wird gestritten in Steilshoop. Es geht nicht um eine Verkehrsanbindung durch U-Bahn oder Straßenbahn, sondern um den Schulstandort Steilshoop. Nachdem 2010 die Gesamtschule des Stadtteils geschlossen wurde, stand vergangenes Jahr auch die Zukunft der Schule am See in den Sternen.
Sinkende Anmeldezahlen, zum Teil hervorgerufen durch den sanierungsbedürftigen Zustand der Schule selbst, standen einer Modernisierung laut der Stadt Hamburg im Weg. Die Schulbehörde versprach Aufklärung und gab vergangenen Oktober bei der GWG Gewerbe eine Studie in Auftrag, an der sich der weitere Entscheidungsprozess orientieren soll. Am vergangenen Dienstag stellte Ewald Rowohlt, Geschäftsführer der GWG Gewerbe, schließlich die Machbarkeitsstudie Bildungszentrum Steilshoop vor. „Heute geht es um die Beteiligung der Steilshooper am Entscheidungsprozess“, erklärt Rowohlt vor der Veranstaltung. Rund 80 Besucher kommen in die Martin-Luther-King-Gemeinde. Lehrer, Elternrat, Anwohner und Mitglieder sozialer Institutionen haben Fragen, insbesondere an Norbert Rosenboom der die Schulbehörde an diesem Abend vertritt. Zu Beginn stellt Rowohlt klar, „Das Geld ist im Topf“ und macht damit deutlich das die Stadt die veranschlagten 23 Millionen Euro für den Schulstandort Steilshoop fest einplant. Zwei Varianten werden vorgestellt. Version eins sieht eine Konzentration am Borchertring vor. Bei den umfangreichen Baumaßnahmen könnten drei Gebäude abgerissen werden unter anderen die Turnhalle, um neuen Einrichtungen Platz zu machen. Die erhaltenen Gebäude würden saniert werden, darunter die Pausenhalle, welche schon heute nur eingeschränkt nutzbar ist. Entstehen würde eine Langform-Schule, welche Kinder aus Steilshoop von Klasse eins bis 13 unter einem Dach begleiten könnte. Dieselbe Variante sieht jedoch auch einen Auszug der Beruflichen Schule H 20 und der sozialen Einrichtungen, wie Alraune und Rebus vor. Wo diese Institutionen nach einem Abriss des Bildungszentrums dann untergebracht werden ist unklar. Die Alternative verspricht den Umbau und die Modernisierung des Bildungszentrums am Gropiusring. H 20, Haus der Jugend, Alraune und Rebus würden auch weiterhin dem Bildungszentrum erhalten bleiben. Die Stadteilschule am See lehrt, wie bisher an zwei Standorten, in einem sanierten Bildungszentrum für alle Klassen ab der Fünften und den bisherigen Gebäuden am Borchertring für die Primar Schule. Von dieser Lösung verspricht sich Ute Mordhorst, Elternrätin der Schule am See, keine deutlichen Verbesserungen der Schulbedingungen. Eine dritte Variante wird zurzeit diskutiert und kam während der Bürgerversammlung in der Martin-Luther Gemeinde aus dem Publikum, die alle Parteien im Bildungszentrum vereint. Die Behörde für Schule und Berufsbildung hat keinen Favoriten. „Wir nehmen die Meinungsbildung des Stadtteils sehr ernst und machen unsere Entscheidung auch von dieser Information abhängig“, betont Rosenboom. Bis September werden zwei bis drei weitere Treffen am runden Tisch stattfinden, an denen Vertreter aller Beteiligten teilnehmen können. In diesem Kreis soll dann eine Entscheidung getroffen werden. „Wir müssen einstimmig entscheiden, sonst verlieren wir alle“, sagt Mordhorst. Die Elternratsvorsitzende will vor allem mit den sozialen Einrichtungen zusammenarbeiten. „Der Stadtteil entscheidet und wir werden die Entscheidung akzeptieren“, so die Steilshooperin. (mt)
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