Neue Pläne zum Vierzigsten

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Gute Laune ist auf dem „Baui Rübezahl“ immer angesagt. Am liebsten ist Leiter und Erzieher Lars Abels mitten unter „seinen Kids“

Bauspielplatz Rübezahl setzt auf Kooperationen mit Ganztagsschulen

Barmbek. Der Bauspielplatz Rübezahl am Rübenkamp 13 ist seit über 40 Jahren ein Ort für abenteuerlustige Stadtteilkinder von sechs bis vierzehn Jahren. Und er wird es auch bleiben, versichert Leiter Lars Abels, der sich zur Jubiläumsfeier am vergangenen Sonnabend zu Perspektiven des kostenlosen Betreuungsangebotes Gedanken machte und neue Pläne verkündete: „Wir bieten weiterhin unseren täglichen kostenlosen Mittagstisch - gesponsert von der Hamburger Tafel – ab 13 Uhr an sowie unser anschließendes Betreuungsangebot bis 18 Uhr.“ Das heißt, das offene Konzept des Verbandes Kinder- und Jugendarbeit Hamburg e. V. fällt durch das verstärkte Ganztagsschulenangebot nicht etwa in ein ideologisches Loch, sondern „nutzt seine schon vorhandene Infrastruktur“, betont Abels. „Da sind wir im Vorteil“, ist er sich sicher und hat schon Kooperationen mit der Grundschule Genslerstraße und der Zukunftsschule Alsterpalais eingetütet. „Wir bieten jetzt mehrmals die Woche Kurse im Rahmen der Ganztagsschule an.“
Freiräume für Kinder
Typische Bauspielplatzangebote sind Hüttenbau, Lagerfeuer, Garten- und Werkstattarbeit, Sport wie Fußball, Kletterwand, BMX oder jede zweite Woche Schwimmen. Özlem Temizer, Mutter dreier Kinder, schätzt den „Baui“ sehr: „Ich bringe meinen elfjährigen Sohn und meine neunjährige Tochter seit einem Jahr jeden Nachmittag hierher.“ Die 29-Jährige macht derzeit eine Ausbildung zur Verkäuferin und ist über die regelmäßige und kostenlose Betreuung samt Hausaufgabenhilfe dankbar. „Meine Kinder wollen hier immer bis abends bleiben und gar nicht früher weg.“
Sicher hat das auch mit der
Philosophie zu tun, die Lars Abels und seine beiden Mitstreiter Nicole Kindel und Hamdi Özer, beide staatlich anerkannte Erzieher, vertreten: „Mitbestimmung ist ein wichtiger Bestandteil im Alltag auf Rübezahl“, sagt Abels. Wöchentlich findet eine Platzversammlung mit den Kids statt, auf der wichtige „Baui-Angelegenheiten“ besprochen und geregelt werden.
Auch die Eltern, die zum Teil schon selbst als Kinder auf dem „Baui“ herumtobten, finden ihren Raum bei Rübezahl. Seit drei Jahren gibt es einmal wöchentlich ein offenes Elterncafé zum Treffen und Klönen, aber auch mit dem Angebot der Beratung und Begleitung in schwierigen Situationen. „Es kommt auch schon mal vor, dass ich Hausbesuche mache“, erzählt Lars Abels. Das Jugendamt fördere diese Arbeit. „Vielleicht ist das auch noch ausbaufähig“, hofft Abels. Ein weiterer Wunsch: Dass es bald drei Vollzeitstellen für die Erzieher gibt. Zurzeit teilen sich drei Mitarbeiter zwei Stellen.
Unterstützt wird Rübezahl auch immer wieder von vielen Barmbeker Institutionen und Unternehmen. Kürzlich - quasi zum 40. Jubiläum - spendete die Firma Penning eine ganze Küche, die sie auch gleich einbaute. (ba)
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