Neue Wohnungen für Barmbek-Süd

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Das 1978 errichtete Vereinsheim des S.V. Uhlenhorst Adler wird abgerissen und durch ein neues Heim weiter westlich ersetzt Foto: sos

Im Sommer 2017 beginnt der Bau entlang der Beethovenstraße. 50 Prozent werden öffentlich gefördert

Von Sonja Schmidt
Uhlenhorst
Wohnraum in Hamburg ist knapp – das gilt auch für Barmbek. 2012 wurde daher der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Barmbek-Süd 37“ auf den Weg gebracht. Spätestens im kommenden Sommer soll es endlich losgehen. Dann entstehen auf den Baufeldern zwischen Winterhuder Weg und Humboldtstraße die ersten zwei Gebäude, verkündete Mats Borgwardt von der Borgwardt Immobilen GmbH, die das Projekt gemeinsam mit der Hamburger Immobilien Projekt GmbH (HHIP) stemmt. Die ersten 55 Wohnungen werden voraussichtlich etwa 18 Monate nach Baubeginn bezugsfertig sein, heißt es. Im zweiten Schritt folgen weitere Wohneinheiten zwischen der Humboldtstraße und Bachstraße. Zuletzt, und voraussichtlich im Jahr 2019, soll dann das letzte Baufeld zwischen Bachstraße und Flotowstraße realisiert werden. Insgesamt entstehen so rund 190 Wohnungen. Auch die Kindertagesstätte Brummkreisel zieht in neue Räumlichkeiten ein. Besonders freuen aber dürften sich Senioren und Geringverdiener, denn rund 50 Prozent der neuen und teils barrierefreien Wohnungen werden öffentlich gefördert – und in etwa die Hälfte dessen kosten, was sonst so in Hamburg auf dem freien Markt zur Verfügung steht, sagt Borgwardt. Die entstehenden Wohnungen seien das Ergebnis eines engen Austauschs mit den Anwohnern, die den Bebauungsplan bereits 2014 in einer öffentlichen Plandiskussion sowie noch Anfang dieses Jahres einsehen konnten. „Es werden keinerlei Bestandsimmobilien abgerissen“, betont Borgwardt. Zudem orientiere sich die Bebauung an einer modernen, aber „zeitgemäßen Art und Weise“ und greife die bis in den Zweiten Weltkrieg vorhandene Bebauung auf.

Neues Vereinsheim


Auf dem Gelände des S.V. Uhlenhorst Adler sind die Kisten schon gepackt. Oder besser gesagt: die Container. Denn das vereinseigene Heim an der Beethovenstraße 51 steht auf einem Baufeld und wird abgerissen. Im westlichen Teil des Geländes wird der S.V. Uhlenhorst-Adler jedoch ein neues, fast ebenso großes Zuhause beziehen. Finanziert wird der Neubau durch das zentrale Programm bezirklicher Sportstättenbau und dem Wirtschaftsplan des Landesbetriebs Immobilienmanagement und Grundvermögen, wie aus einer schriftlichen Anfrage der CDU-Bezirksfraktion an den Senat von April 2016 hervorgeht. Entwarnung gab es auch angesichts der Sorge, dass während der Baumaßnahmen zu wenig freie Parkflächen zur Verfügung stehen könnten. Die Projektleiter verkündeten, man werde schrittweise und in Abschnitten bauen, um Anwohner und Verkehr nicht unnötig zu belasten. Die CDU-Bezirksfraktion Nord begrüßt das Bauvorhaben. „Wir freuen uns, dass geprüft wird, ob auch studentisches Wohnen stattfinden kann“, betonte CDU-Politiker Martin Fischer.
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